23. Januar 2015

Vortrag in der BDP-Stadtinsel – Neues Programm für 2015 vorgestellt

Heringe und Peschmerga

Am Mittwoch vergangener Woche fand das traditionelle Heringessen des „Bundes Deutscher Pfadfinder Main Taunus“ (BDP) in Schwalbach statt. Einen Tag zuvor kamen rund 20 Mitglieder in der Schwalbacher Stadtinsel zusammen, um den diesjährigen Vortrag zu hören. Das Thema „Die Situation in Rojava“ hatte der BDP aus aktuellem Anlass ausgewählt.

Eigentlich ist das Heringessen eine Fastnacht-Tradition. Der BDP eröffnet aber schon seit langem sein Jahr mit selbstgemachtem Heringssalat. „Diese Tradition gibt es bei uns schon seit der Fischer den Hering fängt“, erzählte Benjamin Tuk mit einem Augenzwinkern. Er ist Vorstand des BDP des Main Taunus Kreises und Schwalbachs.

Dabei wurde auf wichtige politische Themen aufmerksam gemacht. Außerdem wurde das Programm für das neu angebrochene Jahr vorgestellt. Den Vortrag zur „Situation in Rojava“ hatte der BDP aus aktuellem Anlass ausgewählt. Rojava ist eine Region im Norden Syriens und Teil des kurdischen Siedlungsgebiets. Dort liegt auch Kobane, die Stadt, die seit Monaten von kurdischen Truppen und dem IS heftig umkämpft wird.

Kris Müller berichtete von seinen Eindrücken aus dem Krisengebiet. Der Student aus Marburg war Ende vergangenen Jahres mit einer Delegation nach Rojava gereist. Stellvertretend für den kurdischen Studentenbund referierte er über die Situation der Kurden und die Zustände in den Flüchtlingscamps.

„Der BDP Main-Taunus hat seit vielen Jahren mit Menschen aus Syrien zu tun. Viele von uns haben Freunde im kurdischen Studentenbund“, sagt Benjamin Tuk. Früher habe es auch einen kurdischen Abend gegeben. Deshalb will der BDP über die Situation der Bevölkerungsgruppe informieren.

„Wir sind schon immer ein politischer Verein“, erklärt Benjamin Tuk. Darin unterscheidet der BDP Main-Taunus sich von anderen Pfadfinder-Organisationen, wie zum Beispiel dem ebenfalls in Schwalbach ansässigen Stamm der Vaganten. ag

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