5. Februar 2015

Evangelische Kirchengemeinden stellen ihre Kandidaten vor

Geschicke der Gemeinde lenken

„Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil es mich reizt, die Geschicke dieser Gemeinde mit zu lenken“, stellte sich der Arzt Hans-Jürgen Repke (Mitte) aus der Schwalbacher Friedenskirchengemeinde zusammen mit anderen Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl vor. Foto: Genthe
„Ich kandidiere für den Kirchenvorstand, weil es mich reizt, die Geschicke dieser Gemeinde mit zu lenken“, stellte sich der Arzt Hans-Jürgen Repke (Mitte) aus der Schwalbacher Friedenskirchengemeinde zusammen mit anderen Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl vor. Foto: Genthe

In der Schwalbacher Friedenskirchengemeinde sind Ende Januar zehn Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl vorgestellt worden. Auch in der Limesgemeinde stehen zehn Kandidaten am 26. April zur Wahl.

Die evangelischen Kirchengemeinden zwischen Main und Taunus stellen in diesen Wochen ihre Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl vor. In insgesamt 30 Gemeindeversammlungen, meist nach dem Gottesdienst, stehen sie Rede und Antwort. Denn bei den Evangelischen bestimmen nicht die Pfarrer, wo es langgeht, sondern gewählte Kirchenvorsteher. Der Pfarrer hat eine Stimme, wie jeder andere in den meist zehn- bis zwölfköpfigen Leitungsgremien.

Bereits Mitte März erhält jeder evangelische Schwalbacher per Post ein Schreiben, das zum Wählen einlädt und über die Wahlmöglichkeiten informiert. Das sind für die ganze evangelische Kirche in Hessen und Nassau 1,5 Millionen Briefe für ebenso viele Menschen ab 14 Jahren. Denn auch die Jugendlichen sollen die Leitung ihrer Gemeinde vor Ort wählen und so das Gemeindeleben mitbestimmen. Es wird Wahllokale geben wie bei jeder anderen Wahl. Auch Briefwahl ist möglich. Einzelne Gemeinden haben ganz auf die Briefwahl umgestellt und schreiben ihre Gemeindemitglieder direkt an. Das Amt gilt für sechs Jahre.

Für einige Aufregung hat eine Entscheidung der Kirchensynode im vergangenen Jahr gesorgt, jetzt auch Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, im Kirchenvorstand aktiv mitzuwirken. Da sie rechtlich gesehen noch nicht die Verantwortung eines Erwachsenen tragen können und dürfen, werden sie auch nicht am Wahltag gewählt, sondern in den Gemeindeversammlungen vorgestellt und mit der Zustimmung der anwesenden Gemeindemitglieder für die Mitwirkung im Kirchenvorstand bestimmt. In der Friedenskirche ist das Lukas Wiener. Mit dem 18. Geburtstag erhält er, wie die anderen Jugenddelegierten, alle Rechte und Pflichten eines Kirchenvorstandes.

In der Friedenskirchengemeinde stellen sich am 26. April folgende Kandidaten zur Wahl: Ulrich Dorf, Pip Higman, Dr. Gerd Kupferschmitt, Katja LaRoche, Patrik Oberst, Hans-Jürgen Repke, Ingrid Ruffert, Olga Schmidt, Gabriele Wegert und Martin Pitzer. Die Kandidaten der Limesgemeinde sind: Anke Assmann, Ulla Eger, Conrad Gilewitsch, Barbara Herbst, Wilfried Hofmann, Eric Kpalété, Britta Krieglstein, Brigitte Säuberlich, Traudel Schleich und Kerstin Schoppmeier. red

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