25. Juli 2016

Neue Einrichtung „Am Park“ soll fast 6,5 Millionen Euro kosten – Baubeginn Ende des Jahres

Kita wird immer teurer

Auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes und der Kinderkrippe soll eine zweigeschossige Einrichtung entstehen. Foto: Tulacek

Die neue Kindertagesstätte „Am Park“ wird immer teurer. Anfang Juli haben die Stadtverordneten das Projekt endgültig auf den Weg gebracht. Der Taxameter steht derzeit bei genau 6.443.620 Euro.

Dafür soll in der Straße „Am Park“ auf dem Gelände des heutigen Spielplatzes und der Kinderkrippe eine zweigeschossige Einrichtung entstehen, in der ab 2018 rund 150 Kinder in acht Gruppen betreut werden sollen.

Die derzeitige Kita der evangelischen Friedenskirchengemeinde soll abgerissen werden. Dort soll das Außengelände für die neue Kita entstehen.

Beginnen sollen die Bauarbeiten für Schwalbachs dann größte Kindertagesstätte gegen Ende dieses Jahres. Doch obwohl bisher noch kein Stein verbaut wurde, sind die Kosten schon rasant angestiegen. Erste Überlegungen im Jahr 2013 gingen von gerade einmal 3,3 Millionen Euro aus. Im April 2014 waren es dann schon 4,3 Millionen Euro. Mitte 2015 war dann von 5,6 Millionen Euro die Rede, am Ende des Jahres wurden dann 5,9 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, ehe jetzt klar wurde, dass die Kita nicht unter 6,44 Millionen Euro zu haben sein wird. Das sind rund 43.000 Euro pro Betreuungsplatz.

Die enorme Kostensteigerung ist natürlich auch dadurch begründet, dass am Anfang Art und Umfang der neuen Kita nur in Grundzügen feststanden. Die Grobplanung steht seit Januar 2015. Seither sind die Kosten um etwa 15 Prozent gestiegen. Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) begründet das unter anderem mit Preissteigerungen am Markt, mit einem Verkehrskonzept, das auf Anregung der Anwohner erstellt werden soll und mit Änderungen in der Küche, die es ermöglichen sollen, Essen frisch zuzubereiten. Außerdem ist das Verlegen einiger Kanäle aufwändiger als gedacht und müssen zusätzliche Brandschutzanforderungen berücksichtigt werden.

Grundsätzlich fällten die Stadtverordneten den endgültigen Beschluss zum Bau der neuen Kita mit breiter Mehrheit. Lediglich beim Thema Bürgerbeteiligung gab es verbale Rangeleien: So bemängelte Thomas Nordmeyer für die Grünen, dass die Bürger nur informiert, nicht aber wirklich beteiligt werden. Die SPD-Fraktion verwies dagegen auf die zahlreichen öffentlichen Sitzungen in den Ausschüssen, in denen sich jeder Bürger informieren könne und in der Regel auch die Möglichkeiten erhalte, sich zu äußern. MS

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