14. Juli 2014

Kutschfahrten und Naturfühlstation lockten Groß und Klein zum Waldfest

Naturliebhaber feierten im Arboretum

Viel Programm für Groß und Klein bot das Waldfest in und am Arboretum. Mittelpunkt bildete das Waldhaus „Am weißen Stein“ mit einer Ausstellung zu „300 Jahren Nachhaltigkeit“ und einem Naturfilm mit „Impressionen aus dem Arboretum“. Foto: Schweikert

Am Sonntag wurde wieder das alle zwei Jahre stattfindende Waldfest auf dem Gelände des Arboretums gefeiert. Naturliebhaber kamen hier dank eines sehr abwechslungsreichen Programms auf ihre Kosten. Es gab Kutschfahrten durch das Waldgelände, ein tolles Kinderprogramm und umfassend Informationen über Flora und Fauna informieren.

Ehe es am Sonntagabend an der Zeit war, vor dem Fernseher mit der deutschen Nationalmannschaft mitzufiebern und anschließend deren grandiosen Sieg zu zelebrieren, begaben sich zahlreiche Schwalbacher und Anwohner aus der näheren Umgebung zum Gelände des Arboretums, wo das diesjährige Waldfest gefeiert wurde. Dafür hatten sich der Hessen-Forst, das Forstamt Königstein sowie Naturschutzverbände ein verlockendes Programm ausgedacht.
Musikalisch eingeläutet wurde die Festlichkeit gegen 11 Uhr von dem Jagdclub Main-Taunus, der „zur Begrüßung der Jäger“ ein Konzert hinter dem Waldhaus gab. Während viele Besucher den Klängen der Blasinstrumente lauschten, genossen bereits die ersten Gäste eine gemütliche Kutschfahrt durch den umliegenden Wald, ließen sich Wissenswertes über den Baum des Jahres, die Traubeneiche, erzählen oder hielten sich auf dem Gelände des Waldhauses auf.
Dorthin lockten die Besucher nicht nur leckere Würstchen, Kaffee und Kuchen, sondern auch Info-Stände mit kostenlosen Broschüren zum Thema Flora und Fauna sowie ein abwechslungsreiches Kinder-Programm. Beispielsweise durften die kleinen Gäste ein Puzzle machen, auf dem Tiere abgebildet waren, die es zu erkennen galt oder in Fühlkästen, deren Inhalt sie erraten mussten, greifen. So gingen sie unter anderem mit Rinde, Fuchsfell und Holzspänen auf Tuchfühlung. Zudem konnten sich die Kinder am Gelände-Spielplatz austoben und schminken lassen.
Im Waldhaus selbst wurde eine Ausstellung zum Thema „300 Jahre Nachhaltigkeit“ präsentiert, bei der den Gästen mithilfe von Infotafeln die Entwicklungsgeschichte moderner Forstwirtschaft näher gebracht wurde. Wer mehr über die tierischen und pflanzlichen Bewohner des Waldparks erfahren wollte, konnte sich den Film „Impressionen aus dem Arboretum Main-Taunus“ von Gerd Wunderlich ansehen.
Der Naturfilmemacher hatte 2009 den Frankfurter Bürgerpreis erhalten hatte. Gerd Wunderlich war am Stand des Vereins „NABU Frankfurt“ zugegen und bot weitere DVDs, die unter anderem Impressionen aus dem Palmengarten oder die Vielfalt der Wälder zeigen, zum Verkauf an. „Als mich vor 20 Jahren mein damaliger Arbeitgeber in den Vorruhestand geschickt hatte, war ich zunächst sehr betrübt. Heute betrachte ich es als Segen, da ich andernfalls nicht genügend Zeit hätte, meiner Leidenschaft, dem Filmen von Natur-Dokus, nachzugehen“, verriet der sympathische Frankfurter. bs

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