28. Juli 2014

Sanierung des unteren Kunstrasenplatzes hat am 21. Juli begonnen

Fußballer kicken bald auf Kork

„Isolde“ heißt die Spezialmaschine, die in der vergangenen Woche den alten Belag vom Kunstrasenplatz „Hinter der Röth“ abschälte. Foto: Schlosser

„Wir haben das Beste zum besten Preis bekommen“. So umschreibt Bauamtsleiterin Heike Hochheimer die derzeitige Sanierung des unteren Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage „Hinter der Röth“. Statt auf Kunststoffgranulat spielen die Schwalbacher Fußballer künftig auf einer Mischung aus Kork und Quarzsand.

Zehn Jahre nach seiner Einweihung wird der gerade in den ersten Jahren viel genutzte Platz komplett saniert. Eine Spezialfirma hat den Kunstrasenteppich abgeschabt und wird einen neuen verlegen. Der Unterbau dagegen ist nach Angaben von Landschaftsarchitekt Jobst Seeger noch so gut, dass er nur an einigen wenigen Stellen ausgebessert werden muss. Mit allen Nebenkosten wird die Maßnahme rund 300.000 Euro kosten.
Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „In Schwalbach sind wir gegenwärtig in der glücklichen Lage, Ausgaben wie diese zu stemmen. Wir können unseren Sportlern somit jederzeit gute Trainingsmöglichkeiten bieten. Beide Fußballvereine, die mit dem Sportplatz bisher pfleglich umgegangen sind, wurden bei der Vorplanung beteiligt. Sie haben dem vorgeschlagenen, neuen Verfüllmaterial des Kunstrasenplatzes zugestimmt.“
Denn die Firma Heiler hatte zwei Angebote abgegeben, ein Hauptangebot, das den gestellten, üblichen Anforderungen entsprach. Und ein zweites sogenanntes Nebenangebot, das nicht nur wirtschaftlicher ist, sondern hinsichtlich der Qualität eine ganze Reihe weiterer Vorteile bietet. Denn das empfohlene neue Verfüllmaterial des Kunstrasenplatzes besteht nicht wie bisher aus Kunststoffgranulat, sondern aus Kork und Quarzsand. Dies bringt die folgenden Pluspunkte: Es lässt sich zu 100 Prozent recyceln und ist damit nachhaltig. Durch eine geringere Wärmeleitfähigkeit bleibt der Platz kühler. Die besseren Stoßdämpfeigenschaften verringern die Verletzungsgefahr der Spieler. Das Material ist außerdem geruchlos und feuerbeständig.
Der Hersteller, das Unternehmen „Fieldturf“ aus den Niederlanden, hat das neue Verfüllmaterial zu einem günstigen Preis angeboten, um eine repräsentative Fläche im Rhein-Main-Gebiet nachweisen zu können. Der Hersteller kann nach Angaben von Heike Hochheimer belegen, dass das Produkt seit mehr als fünf Jahren im Markt ist und verwendet wird. „Die bislang gesammelten Erfahrungen sind durchweg positiv“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Das Angebot enthält darüber hinaus innerhalb der Gewährleistungszeit eine jährliche Grundreinigung. Die regelmäßige Pflege des Platzes lässt sich mit dem vorhandenen Gerät durchführen. red

 

Isolde bei der Arbeit. Video: Schlosser

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