29. Juli 2014

Von Sprachkursen bis zu den Integrationslotsen

Ausländerbeirat legt Bericht vor

Die Vorsitzende des Ausländerbeirats Rachida Bouzakri hat der Stadtverordnetenversammlung schon vor einiger Zeit einen Bericht über die Tätigkeit dieses städtischen Gremiums vorgelegt. Der Rückblick betrachtet die Jahre 2012 und 2013. Danach hat der Ausländerbeirat in diesem Zeitraum zahlreiche neue Projekte angestoßen, Ideen vorgestellt und umgesetzt.

Eines der Projekte ist die Kontaktpersonenliste für sprachliche Hilfen und Übersetzungen. Die Kontaktpersonen sollen fremdsprachigen Mitbürgern helfen, die ein Anliegen haben und sich nicht auf Deutsch ausdrücken können. Auch der Stadtverwaltung soll diese Kontaktliste im Zusammenhang mit dem Projekt der Integrationslotsen eine Hilfe sein. Der erste Austausch zwischen dem Beirat und den Schwalbacher Integrationslotsen fand bereits statt, als die Lotsen sich noch in der Qualifizierungsphase befanden. Eine enge Kooperation mit dem Ausländerbeirat ist angedacht.
Sehr wichtig war für den Ausländerbeirat die Weiterentwicklung der Deutschkurse. Seit September 2011 gibt es fünf Kurse statt. In den Sitzungen des Gremiums findet ein regelmäßiger Informationsaustausch mit den Deutschlehrerinnen statt, die von einer großen und auch weiterhin steigenden Nachfrage berichten. Seit Herbst 2013 sind drei Lehrerinnen auf Honorarbasis tätig. Sieben Kurse werden inzwischen angeboten. Sie reichen von der Alphabetisierung bis zur Prüfungsreife für den Einbürgerungstest.
Seit 2013 ist der Ausländerbeirat auch wieder Mitveranstalter der interkulturellen Wochen und hat die Einführung eines jeweiligen Partnerlandes vorgeschlagen. Das Gremium unterstützte den Wunsch des türkischen Kulturvereins nach einem dauerhaften Vereinsdomizil im Atrium-Gebäude am Westring. Der Ausländerbeirat hat außerdem am Integrationsworkshop der Stadt mitgewirkt.
Seit Sommer 2011 nimmt der Ausländerbeirat mit der Vorsitzenden Rachida Bouzakri als Vertreterin wieder an den Sitzungen der regionalen Arbeitsgruppe teil. Er ist dem Netzwerk gegen Diskriminierung beigetreten und unterstützt so das Programm der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Er nimmt an verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien teil, so beispielsweise am Runden Tisch für Asylbewerber.
Im Herbst 2012 führte der Ausländerbeirat Gespräche mit den beiden Schwalbacher Fußballvereinen, da diesen eine wichtige integrative Rolle zukommt. Ebenfalls Thema war die „Notfallmappe“. Eine Übersetzung in mehrere Sprachen hält der Ausländerbeirat für nicht erforderlich.
Stattdessen ist dieser Mappe nur ein zweisprachiger „Notfallzettel“ beigefügt. Im Herbst 2013 erläuterte der Ausländerbeirat, dass das Bedürfnis, in Schwalbach muslimisch bestattet zu werden, zunehme. Dies gelte vor allem bei der hier geborenen Generation. Gegenwärtig prüft der Magistrat die Voraussetzungen dafür. red

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