13. November 2014

Leserbrief

„Auf keinen Fall eine Tempo-30-Zone“

Zur „Verkehrssituation Hauptstraße“ erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer an info@schwalbacher-zeitung.de.

Sehr geehrte Frau Augsburger,

sehr geehrte Frau Eschborn,

sehr geehrte Damen und Herren,

mit einigem Entsetzen haben wir vernommen, dass die Hauptstraße zwischen der Feuerwehr und der „Mutter Krauß“ von einer verkehrsberuhigten Zone („Spielstraße“) in eine „Tempo – 30 – Zone“ umgewandelt werden soll.

Wir bitten Sie dringend, von diesem Vorhaben Abschied zu nehmen und vielmehr zu überlegen, wie die Hauptstraße vom Verkehr entlastet werden kann. Im September werden überall Banner mit der Aufschrift „Schulanfänger sind Verkehrsanfänger“ aufgehängt. In diesem Zusammenhang halten wir es für widersinnig, einen Hauptschulweg gefährlicher zu machen.

Als Anwohner erleben wir hautnah, wie stark die Hauptstraße als Durchgangsstraße genutzt wird. Insbesondere am Morgen und am späteren Nachmittag fahren zahlreiche Fahrzeuge durch die enge Straße. Verstärkt wird dieser Verkehrsfluss, wenn die Abbiegespur von der Schnellstraße zur Limesspange überlastet ist. Wir erwarten eine weitere Verstärkung, wenn in diesem Bereich die geplanten Baumaßnahmen durchgeführt werden.

In der Hauptstraße wird in der Regel die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit nicht eingehalten und es kommt zu gefährlichen Situationen. Nahezu alle Anwohner sind in diesem Bereich schon bedrängt, angehupt und beschimpft worden, wenn sie sich als Autofahrer, Radfahrer oder Fußgänger regelkonform verhalten.

Durch die Enge der Straße weichen Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit häufig auf die rot markierten Fußgängerbereiche aus. Nur so kommen zwei Autos aneinander vorbei. Dabei werden Fußgänger bedrängt.

Es ist zu befürchten, dass das Ausweichen bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km verstärkt und in deutlich höherer Geschwindigkeit auftritt. Das ist noch viel gefährlicher als derzeit.

Für eine Erhöhung der erlaubten Geschwindigkeit auf 30 km/h halten wir die Hauptstraße für zu eng. Selbst wenn es einen durch Bordstein abgetrennten Bereich gäbe, wäre dieser besonders für Schulkinder und Menschen mit Kinderwagen, Rollstühlen usw. zu schmal.

Die tatsächliche Fahrgeschwindigkeit in der Hauptstraße liegt nach unserem Empfinden bereits jetzt häufig in einem Bereich, der 30 km/h zu überschreiten scheint. Wir vermuten, dass die gefahrenen Geschwindigkeiten bei erlaubten 30 km/h noch deutlich höher werden.

Geschwindigkeitsmessungen durch die Ordnungsbehörden finden nach unserer Beobachtung sehr selten statt.

Im Altstadtrahmenplan sind weiterhin für die Hauptstraße Bäume vorgesehen. Die derzeitig gepflanzten Bäume stehen im Bereich „Mutter Krauß“ so nah an den Häusern, dass z.B. mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl ein Ausweichen auf die Fahrtrasse notwendig ist. Das führt jetzt schon zu gefährlichen Situationen.

Wir wohnen in einem verkehrsberuhigten Bereich, in dem durch unterschiedliche Pflasterung eine Einteilung in eine Fahrbahn und in einen Bürgersteig angedeutet wird. Das führt immer wieder zu Irritationen.

Völlig unverständlich ist uns, wieso die Sauererlenstraße weiterhin eine verkehrsberuhigte Zone sein soll, da sich im Übergang von Hauptstraße zur Sauererlenstraße keine Abbiegemöglichkeit befindet, also der gleiche Verkehrsfluss zunächst mit 30 km/h durch die enge Hauptstraße und dann mit Schrittgeschwindigkeit durch die breitere Sauererlenstraße geht.

Wir bitten Sie dringend, die hier genannten Punkte zu bedenken.

Dr. Annette Wahl und Christian Wiener, Schwalbach

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