2. März 2015

Christiane Augsburger: Keine gute nachbarschaftlicher Zusammenarbeit

Erstaunt über Standortwahl

Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger und die Fraktionsvorsitzenden haben sich nun bezüglich des geplanten Baus einer Flüchtlingsunterkunft „Im Wehlings direkt an der Stadtgrenze zu Schwalbach in einem offenen Brief an Eschborns Bürgermeister Mathias Geiger gewandt:

„Sehr geehrte Damen und Herren, mit Befremden haben wir Ihr Schreiben vom 18. Februar dieses Jahres zur Kenntnis genommen. Darin teilen Sie uns mit, dass Sie mit dem Main-Taunus-Kreis übereingekommen seien, dass die Nutzung des Grundstücks „Im Wehlings“ für eine Flüchtlingsunterkunft unerlässlich sei.
Obgleich wir für Ihre Situation grundsätzlich Verständnis haben, können wir nicht verhehlen, dass wir über die Wahl des Standortes doch mehr als erstaunt sind. Im letzten Jahr hatten Sie schon einmal diesen Standort in Erwägung gezogen, jedoch nach kurzer Zeit wieder revidiert.
Jetzt müssen wir feststellen, dass Sie diesen Standort erneut ausgewählt haben, allerdings ohne uns vorab zu informieren und mit der bereits durchgeführten Rodung haben Sie auch ebenfalls schon Fakten geschaffen. Ebenfalls sind wir sehr verwundert darüber, dass eine Stadt wie Eschborn, die über eine derart große Gemarkungsgrenze verfügt, nicht in der Lage sein soll, ein Gelände innerhalb seiner eigenen Bebauung zu finden.
Dies entspricht in keiner Weise unserer Auffassung von guter nachbarschaftlicher Zusammenarbeit und von einem konstruktiven Umgang miteinander, wie Sie bei Ihrem Amtsantritt versprochen hatten. Ich möchte Sie daher im Namen aller Schwalbacher Fraktionsvorsitzenden und im Namen des Magistrates dringend bitten, über Ihr Vorhaben gemeinsam mit uns in einen konstruktiven Dialog zu treten, so wie es sich unter Nachbarkommunen gehört.“

Mit freundlichen Grüßen

Christiane Augsburger,
Bürgermeisterin

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