23. April 2015

AES-Schüler entstauben Lessing-Klassiker

Drei gleiche Ringe

Die Bühne für das Stück „Nathan der Weise“ umfasste beinahe den gesamten Mehrzweckraum der AES, der nicht nur bei der Premiere gut gefüllt war. Foto: S. Schlosser

Ist Nathan auch heute noch weise? Diese Frage stellen sich Schüler der Albert-Einstein-Schule (AES) in dieser Woche. Mit Eifer verpassten sie Lessings „Nathan der Weise“ einen zeitgemäßen Rahmen.

Der „Darstellendes Spiel“-Kurs erntete bei den bisher zwei Aufführungen viel Applaus für eine Mischung aus alten Dialogen und modernen Szenen. Unter der Leitung von Gerd Müller-Droste ist ein Stück entstanden, bei dem nicht nur das Theaterspielen an sich im Vordergrund steht. Auf einer Bühne, die den ganzen Mehrzweckraum der AES umfasste, wurde gesungen und getanzt. Dabei beschränkte man sich nicht nur auf bekannte Lieder, sondern verwendete auch Musik aus den drei monotheistischen Weltreligionen, deren friedliche Koexistenz das Hauptziel von „Nathan“ ist. Instrumental wurde das Ganze von einem Saxophon und einem Klavier untermalt. Auch vor Stepp- und Bauchtanz schreckten die AES-Schüler nicht zurück.
Die Schauspieler vermengten geschickt das Alte mit der heutigen Realität. In Fußball- und U-Bahn-Szenen wurden rassistische Bemerkungen im Alltag gezeigt und kritisiert. Aber auch mit Lessings ursprünglichen Szenen wollte man provozieren und den Zuschauer zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregen.
Mit dem Theaterstück nahm der Q4-DS-Kurs am Jahresprojekt der Quandt-Stiftung zum Thema „Trialog der Kulturen“ teil. „Nathan der Weise“ wird noch einmal am Freitag, 24. April, in der AES und im Rahmen des Projektes „Jung trifft Alt“ am Sonntag, 26. April, um 17 Uhr im Augustinum in Neuenhain gezeigt. so

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