7. Juli 2015

Besuch aus der polnischen Partnerstadt mit umfangreichem Programm

Olkuszer Stadtfahne für Schwalbach

Nach einem Picknick auf der Ludwigshöhe in Darmstadt stellten sich die Gäste aus Olkusz und einige Schwalbacher zusammen mit Stadtführer Dr. Uwe Arndt und der Übersetzerin Barbara Pöthig dem Fotografen. Foto: privat

Ende Juni wehten auf dem Marktplatz wieder die polnische, die deutsche und die Europa-Fahne – das Zeichen, dass wieder Besuch aus Olkusz in der Stadt weilte. Der kurze Besuch war ausgefüllt von einem umfangreichen Programm mit Stadtführung und Magistratsempfang.

Nach elfstündiger Busfahrt wurden die 34 Olkuszer Bürger, darunter zehn Jugendliche, am Abend des 24. Juni vom Arbeitskreis Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach und den Gastgebern im Bürgerhaus empfangen. Die diesjährige Unterbringung der Gäste stellte für Organisatorin Marianne Adamek eine große Herausforderung dar, da viele Schwalbacher, die bisher immer Gäste aufgenommen hatten, dieses Mal verhindert waren.
Aber letztlich konnten doch alle Gäste aus der Partnerstadt gut untergebracht werden und das tolle Programm in Schwalbach genießen. Der Spaziergang durch die Schwalbacher Gemarkung am Viergötterstein vorbei zum Design-Museum der Firma Braun in Kronberg stieß auf großes Interesse. Am Nachmittag führte Stadtbrandinspektor Dietmar Gilles durch das Feuerwehrhaus. Die mitgereisten Feuerwehrleute aus Olkusz waren dabei besonders interessierte Zuhörer. Die überaus gute Ausstattung der Schwalbacher Feuerwehr wurde allseits bestaunt und Dietmar Gilles von den mitgereisten Olkuszer Feuerwehrleuten fachmännisch befragt. Höhepunkt war dann der Blick von der ausgefahrenen Feuerwehrleiter auf Schwalbach aus 30 Metern Höhe.
Eine Stadtführung durch Darmstadt hinauf auf die Mathildenhöhe zum Jugendstil, der Besuch des Deutschen Polen-Instituts und des Hundertwasserhauses waren weitere Höhepunkte. Vor dem Magistratsempfang eröffnete Günter Pabst zum zweiten Mal im Foyer des Bürgerhauses die Fotoausstellung „Jüdisches Leben in Lublin“. Manuela Bender und Dorothea Paul, die als Duo „Die stolzesten Frauen“ auftreten, stimmten musikalisch ein und eröffneten dann den Magistratsempfang.
Eine polnische Schülergruppe des Lyzeums 4 in Olkusz präsentierte Filmsequenzen und Lieder zum „Tag der Freiheit“ in Polen sowie zum Fall der Berliner Mauer. Schwalbacher Jugendliche von Friedrich-Ebert- und Albert-Einstein-Schule luden zu einem Berlin-Quiz über die zurückliegende deutsch-polnische Jugendbegegnung des Jugendbildungswerkes mit dem Aleksander-Fredro-Gymnasium ein. Das Team der Olkuszer Jugendlichen hatte am Ende die Nase vorn und gewann das Bilderrätsel.
Bürgermeisterin Christiane Augsburger bedankte sich für die mitgebrachte Olkuszer Stadtfahne, die nun neben der Schwalbacher Fahne bei Feierlichkeiten aufgehängt werden kann. Die Stadt überreichte ihrerseits jedem polnischen Gast eine Flasche Wein, der von Schülern der Albert-Einstein-Schule angebaut und mit einem besonderen Etikett versehen wird.
Der letzte Tag in Schwalbach begann mit einem Gottesdienst in St. Pankratius. Im Anschluss an die Tage in Schwalbach begleiteten Mitglieder des Arbeitskreises die Olkuszer zu einem besonderen Besuchsprogramm nach Niederbayern mit einigen polnischen Spuren. Nebenbei lernten die Gäste dort natürlich auch die Biergartentradition kennen.
Nach dem Besuch ist vor dem Besuch. Bald beginnen beim Arbeitskreis Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach die Vorbereitungen für den Gegenbesuch im Jahr 2016. Interessenten können sich jetzt schon anmelden. Der Arbeitskreis mit seinen derzeit 52 Mitgliedern sucht aber auch weitere Interessierte an einer Mitarbeit. red

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