9. Juli 2015

Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Eschborn feierte ihren 50. Geburtstag

Kommunalpolitik ist ihr Hobby

Einer der wichtigsten Momente ihrer politischen Karriere war für Claudia Eschborn die Eröffnung des Naturbads im September 2013. Archivfoto: Schlosser

Heute feiert die Vorsteherin der Schwalbacher Stadtverordnetenversammlung, Claudia Eschborn, ihren 50. Geburtstag. Seit 2006 übt die Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei dieses kommunalpolitische Ehrenamt aus.

Das Interesse an und die Begeisterung für Politik zieht sich bereits lange Jahre durch ihr Leben – und das ihrer Familie. Schon in ihrem Elternhaus wurde viel diskutiert. „Und irgendwann, da war ich noch sehr jung, bin ich in die Junge Union eingetreten. Das war eine schöne Zeit“, erinnert sie sich. Der Schritt in die CDU lag dann nahe, da war Claudia Eschborn 20 Jahre alt und studierte Jura. Kommunalpolitik war schon damals ihr Hobby und so war sie bereits mit Mitte zwanzig von 1989 bis 1991 ehrenamtliche Stadträtin im Magistrat der Stadt.
Mit ihr und zwei anderen Engagierten waren in den 80er-Jahren erstmals Frauen in diesem städtischen Gremium vertreten. „Da habe ich viel gelernt“, resümiert Eschborn mit einem Augenzwinkern. Nach einer längeren Familienpause ging es mit der Politik nach der Kommunalwahl 2006 weiter. Sie wurde Stadtverordnetenvorsteherin und ihre Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl 2008 führte mit fast 42 Prozent zu einem respektablen Ergebnis. Bei der Kommunalwahl 2011 hat sie die meisten Stimmen überhaupt erhalten.
„Ich bin davon überzeugt, dass man sich engagieren muss. Trotz all der Herausforderungen, die sich uns stellen, bietet die Kommunalpolitik immer noch Spielräume, die wir für die Menschen nutzen können. So betrachte ich zum Beispiel das Naturbad als ‚mein Baby‘, für das ich mich auch in der eigenen Fraktion sehr eingesetzt habe“, bekennt sie. Mit Öffnung des Bades im August 2013 wurde ein Förderverein gegründet, dessen Vorsitzende Claudia Eschborn seit Beginn ist.
Als Schwalbacher Stadtverordnetenvorsteherin und „erste Bürgerin“ sei sie auf Ausgleich bedacht: „In der Kommunalpolitik geht es mehr um die Sache, als um die Parteizugehörigkeit. Die ehrenamtlichen Politiker setzen sich in ihrer Freizeit für die Schwalbacherinnen und Schwalbacher ein. Bald haben wir wieder Kommunalwahl – am 6. März 2016 – und ich würde mich freuen, wenn wir weitere Menschen für die Kommunalpolitik begeistern könnten.“
Claudia Eschborn zog im Alter von acht Monaten nach Schwalbach. Sie ist hier aufgewachsen und hat die Stadt nur vorübergehend verlassen, um zum Beispiel in Frankfurt zu wohnen. 1997 ging es wieder zurück nach Schwalbach, dann schon mit Ehemann und dem ersten Kind. Zwei weitere Kinder folgten. Das Nesthäkchen ist jetzt zehn Jahre alt. Ihren Beruf als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei in Niederhöchstadt übt sie gerne aus: „Ich wusste sehr schnell, dass ich Anwältin werden wollte. Denn es ist mir tatsächlich ein Anliegen, Leuten zu ihrem Recht zu verhelfen.“ Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sind Familien- und Erbrecht. Seit kurzem ist sie auch Mediatorin. red

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