5. August 2015

Schwalbacher Spitzen

So teuer kann sparen sein

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

So mancher Schwalbacher hat sich ja schon gewundert, wie lange sich das Atrium-Gebäude noch unter den blauen Planen verstecken will. Schließlich sollte die „energetische Ertüchtigung“ ja schon im Herbst des vergangenen Jahres fertig sein. Doch die Bauarbeiten ziehen sich hin wie am neuen Berliner Flughafen.
Und auch die Kosten scheinen wie dort davon zu galoppieren. Mit 2,5 Millionen Euro wird es wahrscheinlich fast eine Million Euro teurer als am Anfang gedacht. Dabei war schon die ursprüngliche Summe von 1,5 Millionen Euro absurd hoch, um Energie zu sparen. Denn bei allem Verständnis für Energie-Effizienz: Das Atrium müsste wahrscheinlich noch mehrere hundert Jahre stehen, damit sich diese Kosten jemals amortisieren. Und das bisschen Kohlendioxid, das künftig eingespart wird, ist sicher keine zweieinhalb Millionen Euro wert.
Nein, allen Beteuerungen zum Trotz war es nie sinnvoll und wird es nie sinnvoll sein, den gläsernen Kasten mit einem derart hohen Aufwand zu sanieren. Es wäre wahrscheinlich vernünftiger gewesen, die vielen Fenster einfach zuzumauern und aus dem Atrium ein ganz normales Haus zu machen.

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