26. August 2015

Schwalbacher Spitzen

Rinder-Wahnsinn

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Das ergibt bestimmt ein schönes Bild: Von einem hübschen Aussichtspunkt aus wird man nahe des Arboretums ab dem kommenden Jahr freilaufende Biokühe vor der Frankfurter Skyline grasen sehen können. Und in der Mitte dreht sich kein Kinder-, sondern ein acht Meter großes Rinderkarussell.
Eine Million Euro lässt sich die Stadt Eschborn dieses beinahe surreale Ensemble auf Schwalbacher Gemarkung kosten. Das ist zwar sicher einen Sonntagsspaziergang wert ist, nicht aber einen siebenstelligen Betrag. Wer so viel Geld für ein paar Wege und vier geschnitzte Holzrinder ausgibt, darf sich nicht wundern, dass der hessische Finanzminister den reichen Städten des Vordertaunus ihre Millionen aus der Gewerbesteuer mit dem neuen kommunalen Finanzausgleich so schnell wie möglich wegnehmen will.
Davon ist dann auch Schwalbach betroffen, dessen pralle Rücklagen in den nächsten Jahren wahrscheinlich merklich kleiner werden. Nur gut, dass die Stadt für den Rinder-Wahnsinn auf seiner Gemarkung praktisch nichts bezahlen muss.

Siehe dazu auch den Artikel „Ein Karussell für Rindviecher“

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