22. September 2015

Neue Asylbewerberunterkunft am Westring vorgestellt – Einzug nächste Woche

Die Container sind fertig

Noch herrscht an der neuen Flüchtlingsunterkunft reger Baustellenbetrieb. Obwohl das Gebäude noch nicht ganz fertig ist, sollen die Flüchtlinge aus den Zelten in der kommenden Woche einziehen können. Foto: Schlosser

Die in Zelten am Schwimmbad untergebrachten Flüchtlinge können in der kommenden Woche in die neue Unterkunft neben dem Atrium-Gebäude umziehen. Das gab Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP) heute bei der Vorstellung der neuen Einrichtung bekannt.

Noch herrscht rund um das 1,6 Millionen Euro teure Gebäude am Westring allerdings reger Baustellenbetrieb. Bis Mitte nächster Woche soll der Innenausbau in den acht Wohnungen jedoch soweit fertig sein, dass die 34 Flüchtlinge aus ihren nicht winterfesten Zelten auf dem Schwimmbadparkplatz einziehen können. Die Außenarbeiten werden danach noch eine ganze Weile andauern. Bis gestern war nicht einmal die Dämmung an dem Gebäude angebracht. Außenanlagen gibt es ebenfalls noch nicht.
Dennoch ist Johannes Baron froh, das Zelt-Provisorium beenden zu können. „Damit halten wir Wort, das nicht winterfeste Zeltlager am Schwimmbad noch vor der kalten Jahreszeit aufzulösen“, sagte der Sozialdezernent des Kreises. In den neuen Unterkünften sei darüber hinaus noch Platz für sechs weitere Flüchtlinge. Aus dem Versprechen an dem Standort „vor allem Familien“ unterzubringen, wird also erst einmal nichts. Den Angaben zufolge werden in das Quartier Albaner, Afghanen, Pakistani, Somalier und Syrer einziehen, die meisten alleinstehende Männer.
Was die weitere Entwicklung angeht, so kann sich Johannes Baron derzeit auf keine Aussage festlegen. Schwalbach hat auch nach Bezug der neuen Einrichtung noch 70 Flüchtlinge zu wenig aufgenommen. Wie sich die Zahlen in den nächsten Wochen entwickeln, sei derzeit nicht abzusehen. Eine zweite Unterkunft soll 2016 auf dem heutigen Parkplatz des Tennisclubs „Am Erlenborn“ errichtet werden.
Zudem ist es laut Baron möglich, dass der Kreis neben den regulär zugewiesenen Asylbewerbern kurzfristig Notunterkünfte einrichten muss, wenn eine sehr große Zahl von Flüchtlingen unerwartet zum Beispiel am Frankfurter Hauptbahnhof ankommt. Dafür kämen grundsätzlich alle öffentlichen Gebäude im Kreis in Frage, auch das Schwalbacher Bürgerhaus.
Johannes Baron appellierte noch einmal an Hausbesitzer, Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Der Kreis suche in allen Kommunen Unterkünfte. Wer eine Immobilie vermieten oder verkaufen möchte, kann sich an das Amt für Arbeit und Soziales (Tel. 06192/201-1322, E-Mail: integration@mtk.org) wenden. red

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