4. November 2015

Stadt plant weiteres Wohngebäude „Am Erlenborn“

Sanierung und Neubau

Die Stadt will das in die Jahre gekommen Wohngebäude „Am Erlenborn“ sanieren und auf dem Grundstück ein weiteres Haus mit sechs Wohnungen bauen.

Der Magistrat hat das Architekturbüro Hilmar Bauer aus Offenbach beauftragt, eine Bebauungsstudie für das Grundstück neben der Geschwister-Scholl-Schule zu erarbeiten. Das Büro schlägt den Bau eines dreigeschossigen, unterkellerten Mehrfamilienhauses mit Flachdach vor. Sechs Wohnungen sollen dabei entstehen, drei Zweizimmerwohnungen mit 70 Quadratmetern und drei Dreizimmerwohnungen mit 85 Quadratmetern.
Die Kosten liegen nach gegenwärtiger Einschätzung bei 2,1 Millionen Euro. Um das Wohnhaus schnell und wirtschaftlich zu errichten, wird geraten, Fertigelemente zu verwenden. Weitere Ziele, die mit dem Gebäude verwirklicht werden sollen, sind Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit.
Das bestehende dreigeschossige Wohnhaus wurde 1962 errichtet und gehört der Stadt. Aufgrund zahlreicher Beschwerden der Mieter über undichte Fenster oder Schimmel wurde 2014 der Zustand der Wohnungen bewertet. Dabei wurde der Sanierungsbedarf des Gebäudes deutlich und in zwei „Sanierungspakete“ gepackt.
Im ersten befinden sich die folgenden Maßnahmen: neue Fenster mit Dreifachverglasung einschließlich neuer Rollläden, Wärmedämmung, Abbruch der Balkone und Errichtung von thermisch getrennten Balkonanlagen. Weiter ist an die Erneuerung der Heizungsanlage und der Garagentore gedacht sowie an die Neugestaltung der Außenanlage.
Die Kosten der Außensanierung einschließlich einer neuen Fassade, des Fenstertausches sowie einer neuen Heizungsanlage werden auf 526.000 Euro geschätzt. Das Konzept für die Innensanierung schließt mit Kosten von insgesamt 583.600 Euro ab. Die Kosten je Wohneinheit werden mit 52.300 Euro beziffert. Eine umfassende Sanierung ist allerdings nur dann möglich, wenn eine Wohnung frei steht.

Neue Wohnanlagen

Zustimmung für die Pläne signalisieren die Schwalbacher Grünen.
„Wir sehen hier eine gute Gelegenheit, neuen bezahlbaren Wohnraum in Schwalbach zu realisieren“, sagt Stadtverbandsvorsitzender Arnold Bernhardt, der das Konzept als einen „weiteren Mosaikstein“ in dem seit August vorliegenden „grünen Wohnbaukonzept“ für Schwalbach bezeichnet.
Das sieht neben den neuen Wohnungen „Am Erlenborn“ zusätzliche Wohngebäude „Am Flachsacker“, „Am Kronberger Hang“ und auf einem Teilbereich des heutigen Conti-Parkplatzes vor. Außerdem soll die Möglichkeit geprüft werden, ob gemeinsam mit der Stadt Eschborn ein Bebauungsplan für die noch zur Gemarkung Schwalbach gehörende Fläche jenseits der Schnellstraße nach Kronberg aufgestellt werden kann. red

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