9. Februar 2016

P&G-Auszubildende organisieren Bewerbungstrainings für Flüchtlinge

„Das ist nachahmenswert“

Die Auszubildenden von Procter & Gamble führten mit Flüchtlingen aus Schwalbach und Umgebung ein Bewerbungstraining durch. Staatsminister Axel Wintermeyer (Mitte) war beeindruckt. Foto: P&G

Procter & Gamble (P&G) hat ein weiteres langfristig angelegtes Integrationsprojekt für Flüchtlinge gestartet. Am vergangenen Freitag fanden in Schwalbach erste Bewerbungstrainings für Flüchtlinge aus den umliegenden Kommunen statt.

Entwickelt wurde das Projekt von den Auszubildenden bei P&G, die entsprechende Trainings ab sofort in regelmäßigen Abständen für Flüchtlingsgruppen aus Schwalbach und Umgebung anbieten werden. Konkret erklärten die angehenden Industriekaufleute den jungen Flüchtlingen den Aufbau einer Bewerbung, den Ablauf von Bewerbungsgesprächen und Einstellungstests und trainierten in einem interaktiven Quiz mit den Teilnehmern Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung bei Unternehmen in der Region.
Vanessa Haffner, Auszubildende zur Industriekauffrau, freut sich über den Erfolg der Auftaktveranstaltung: „Es hat uns großen Spaß gemacht, das Programm zu entwickeln und heute das erste Training durchzuführen.“ Sie hofft, dass sie und ihre Kollegen in den nächsten Monaten viele junge Flüchtlinge unterstützen können, erste Schritte in einen Beruf bei einem Unternehmen in der Region zu machen.
Das Trainingsprojekt ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets zur Flüchtlingshilfe, das P&G bereits Mitte 2015 gestartet hat. Dazu gehört neben umfangreichen Produktspenden auch die Freistellung von Mitarbeitern für bis zu fünf Tage pro Jahr für ehrenamtliches Engagement zugunsten der Flüchtlingshilfe. Zudem arbeitet P&G daran, in Schwalbach und Kronberg sowie in den deutschlandweiten Produktionsbetrieben und Distributionszentren, zusätzliche Praktikums- und Ausbildungsplätze für entsprechend qualifizierte Asylanten zur Verfügung zu stellen.
Axel Wintermeyer (CDU), der Flüchtlingskoordinator der hessischen Landesregierung, verschaffte sich am Freitag vor Ort einen Eindruck von der neuen Initiative und sprach mit den Teilnehmern über ihre Eindrücke. Wintermeyer zeigte sich beeindruckt vom Umfang des ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiter bei P&G für die Flüchtlingshilfe und unterstrich die hohe Bedeutung von Eigeninitiative der Menschen als „wichtigen Baustein für Integration“.
„Die Art und Weise, wie P&G Unterstützung leistet, ist nachahmenswert“, so der Staatsminister und Chef der Main-Taunus-CDU. „Es ist nicht immer notwendig, große Initiativen anzuregen. Wenn wir es schaffen, viele kleine Projekte dieser Art in ganz Hessen umzusetzen, haben wir gute Chancen, Flüchtlinge schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“ red

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