18. April 2016

Die Galerie Elzenheimer entführt ihre Besucher in einen Traum

Malerei trifft Fotografie

Die Vernissage in der Galerie Elzenheimer am Sonntag traf bei den Besuchern auf großes Interesse. st/Foto: Baumann

Gestern fand die Vernissage zur Ausstellung „La nuit d’un songeur“ in der Galerie Elzenheimer statt. Die Gäste wurden vom Galeristen Peter Elzenheimer begrüßt und hatten auch die Möglichkeit die beiden Künstler – den Maler Thomas Gatzemeier und den Fotografen Horst Kistner – kennenzulernen.

Bei einem vollen Haus hatten sie die Möglichkeit ihre Werke den ersten Besuchern vorzustellen. Es ist auch ein Künstlergespräch geführt worden, welches die Kunsthistorikerin Stefanie Blumenbecker leitete. Es schuf eine gute fachliche Ebene für die Gäste, um die Werke besser verstehen zu können. „Künstler können sich in Worten nicht immer so gut ausdrücken“, sagte Peter Elzenheimer. Deswegen sei eine Moderation viel besser. Viele Besucher teilten seine Meinung und auch die Begeisterung für die Werke. Es gab eine gute Resonanz der anwesenden Gäste. „Es ist eine wirklich lohnenswerte Ausstellung, die Bilder sind großartig“, freute sich eine Besucherin.
Viele Künstler bewerben sich, um ihre Werke in der Galerie im Wiesenweg auszustellen. Thomas Gatzemeier und Horst Kistner gehörten nicht dazu. Peter Elzenheimer ist durch Facebook auf den Maler Gatzemeier aufmerksam geworden. Dieser meldete sich auf eine Nachricht und stimmte einem Besuch in der Galerie zu. „Es gab einen professionellen Ansatz zur Zusammenarbeit“, berichtet Peter Elzenheimer. Der Künstler hätte das große Interesse seitens des Galeristen bemerkt und einer Ausstellung zugestimmt. Thomas Gatzemeier kannte wiederum Horst Kistner über Facebook, so dass es am Ende beide im Doppelpack gab. Die Ausstellung der beiden in Schwalbach dient vor allem dazu, die Werke einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.
Bei diesen handelt es sich um Malereien und Fotografien, die unter dem Thema „Träume“ oder „Nacht Träume“ stehen. Einige der Bilder stellen nackte Frauen dar, jedoch nicht auf eine pornografischen Art, sondern sehr künstlerisch und ästhetisch. „Bei Thomas Gatzemeier liegt die Figürlichkeit im Vordergrund“, erklärt Peter Elzenheimer. Diese sei oftmals noch negativ besetzt.
Thomas Gatzemeier studierte an einer Hochschule in Leipzig, die in alter akademischer Tradition das Handwerk der Malerei lehrt. Er konzentriert sich vor allem auf die menschlichen Figuren. „Seine Bilder kommen aus der Leipziger Schule, das sieht man“, sagt Peter Elzenheimer. Im Gegensatz dazu ist Horst Kistner gelernter Werbefotograf. Er lässt sich für seine Werke durch amerikanische Filme der 50er-Jahre und Alfred Hitchcock inspirieren. Seine Arbeiten sind sinnliche oder aber auch melancholische Kompositionen und wirken dabei oft wie gemalt. „Heutzutage entsteht ein Bild nicht nach dem Drücken auf den Auslöser“, sagt Peter Elzenheimer, „sondern erst auf dem Computer“. Horst Kistner entwickelt für seine Bilder regelrechte Filmsets, welche aus Ideen, Notizen und Skizzen entstehen. „Er ist mehr wie ein Regisseur“, erläutert der Galerist Er habe die genauen Szenen im Kopf und verwirklicht sie dann mit seinen Aufnahmen. „Seine Bilder besitzen viel Bildsprache, viel Tiefe. Sie erzählen Geschichten“.
Mir der Zusammenarbeit mit den Künstlern ist Peter Elzenheimer sehr zufrieden: „Kunst ist ein toller Beruf, aber man muss Professionalität mitbringen, um eine gutes Miteinander zu gewährleisten.“ Daher wird es zur Freude des Galeristen eine langfristige Kooperation der Künstler mit der Galerie geben. Peter Elzenheimer und die beiden Künstler planen für Ende 2017/Anfang 2018 eine größere Ausstellung in der Stadtgalerie Bad Soden.
In der Zwischenzeit können die Werke noch bis zum 29. Mai in der Galerie Elzenheimer betrachtet werden. Sylva Tulacek

 

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