9. Mai 2016

Grüne fordern einen Wechsel des Caterers in den Kinderbetreuungseinrichtungen

Schmeckt das Essen nicht?

Mit einem Antrag wenden sich die Grünen an die Stadtverordnetenversammlung und unterstützen dabei den Elternbeirat der städtischen Kindertagesstätten, der sich für einen neuen Anbieter für die Mittagsessensversorgung in den städtischen Kinderbetreuungseirichtungen einsetzt.

Derzeit werden in Schwalbach rund 400 Kinder in städtischen Einrichtungen mit Mittagessen versorgt. Bei einer Versammlung im vergangenen Jahr, an der rund ein Fünftel der Eltern teilgenommen hat, wünschte sich die Mehrheit einen neuen Caterer. Besonders kritisiert wurde, dass das Essen in Plastikschalen geliefert und vor Ort aufgewärmt werde.
„In den vergangenen zwei Jahren wurde eine Reihe von Problemen mit dem aus Wuppertal liefernden Anbieter offensichtlich. Das Wesentliche ist, dass es vielen Kindern nicht schmeckt, was sich vor allem in rückläufigen Verpflegungszahlen manifestiert“, heißt es in der Begründung des aktuellen Antrags der Grünen. Ob es der Mehrzahl der Kinder wirklich nicht schmeckt, ist allerdings unklar. In einigen städtischen Einrichtungen soll es so gut wie keine Klagen über das Essen geben.
Geht es nach den Grünen, so soll die Auswahl in enger Abstimmung mit dem „Stadtkindertagesstättenelternbeirat“ erfolgen und soll folgende Kriterien erfüllen: Das Essen soll täglich frisch zubereitet und geliefert werden, es soll schmackhaft und gesund sein und einen hohen Anteil an Biokost enthalten sowie regional und frisch produziert sein. Besonderer Wert sollte außerdem auf faire und umweltfreundliche Produktion und Lieferung gelegt werden. Besonderheiten wie vegetarische oder „kulturspezifische Ernährung“ sollen berücksichtigt werden und die Erfüllung der Kriterien ist durch den neuen Caterer mit entsprechenden Zertifizierungen nachzuweisen.
Ferner fordern die Grünen, die Küchen der städtischen Einrichtungen dazu mit den notwendigen Geräten auszustatten, darunter zum Beispiel Kombigarer und Kühlgeräte. Die dazu notwendigen 80.000 Euro sollen aus den Rücklagen der Stadt beglichen werden. Wünschenswert wäre aus Sicht der Grünen ein solcher Caterer-Wechsel bis zum Beginn des Schuljahrs 2016/17, was Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) allerdings für unrealistisch hält.
Die Grünen loben den großen Einsatz des Elternbeirats, der mit seiner Arbeit „großes bürgerschaftliches Engagement“ gezeigt habe. „Das zuständige Jugend- und Sozialamt hat bereits für den bisherigen Anbieter eine Erhöhung der Elternbeiträge für die Mittagsverpflegung angekündigt. Mit der Finanzierung der Einrichtung durch die Stadt wird diese Erhöhung auch für den neuen Caterer ausreichen“, so Barbara Blaschek-Bernhardt, die Vorsitzende der Fraktion von B90/Die Grünen in der Schwalbacher Stadtverordnetenversammlung. red

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