7. Juni 2016

Christdemokraten setzen sich für ein offenes WLAN in Schwalbach ein

CDU fordert Internet für alle

Die CDU-Fraktion hat einen Antrag für die Einführung eines offenen WLAN in Schwalbach in die Stadtverordnetenversammlung eingereicht. Bis es jedoch tatsächlich dazu kommen kann, ist noch einiges zu prüfen.

Das Internet ist für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es gilt, nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs, als „Wirtschaftsgut“. Doch vor allem die Verfügbarkeit von offenen WLAN-Netzwerken ist in Deutschland nicht ausreichend. Das soll sich in Schwalbach jetzt ändern. Christian Fischer, der Fraktionsvorsitzende der Schwalbacher CDU, fordert in einem Antrag an das Stadtparlament ein offenes WLAN. „Das Internet hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, Kultur und als primäre Informationsquelle“ schreibt er in seinem Antrag.
Die zentralen Plätze der Stadt sollen damit attraktiver gemacht werden. „Davon kann auch die Gastronomie profitieren“, schreibt Christian Fischer. Sie seien aufgerufen sich mit eigenen Routern an dem Schwalbacher Netz zu beteiligen. Auch Menschen, die keinen Heimanschluss besitzen, soll damit der Zugang ins Internet ermöglicht werden. Und auch internationale Besucher könnten von einem offenen Netzwerk profitieren. „Die Bahnhöfe sollen ausgestattet werden um externen Besuchern der internationalen Betriebe bei der Orientierung zu helfen“, heißt es in dem Antrag. Außerdem könnten Wartende ein Informationsabruf geboten werden. Als Standorte nennt die CDU unter anderem den Bahnhof, den oberen Marktplatz und den Platz vor dem Bürgerbüro.
Der von der Stadt bereitgestellte WLAN-Hotspot soll unentgeltlich und im Datenvolumen unbegrenzt sein. Dabei soll die Sicherheit der Daten und der Nutzer im Vordergrund stehen. „Eine Firewall soll aufgebaut werden, um so den Missbrauch des Netzes zu erschweren“, erklären die Christdemokraten. Außerdem sei ein Inhaltsfilter für illegale oder pornografische Inhalte als Sicherheitsmaßname wünschenswert.
Die Forderung nach einem offenen WLAN für Städte wie Schwalbach kommt nicht von ungefähr. Deutschland hängt mit der Verfügbarkeit gegenüber anderen europäischen Ländern weit zurück. Handyverträge haben nur ein begrenztes Datenvolumen und sind teurer als in den Nachbarländern. Auch die Verbreitung von schnellen LTE-Netzwerken geht nur schleppend voran. „Das stellt keine geeignete Alternative für einen Heimanschluss dar“, so Christian Fischer.
Doch bevor es in Schwalbach zu einem offenen WLAN für alle kommen kann, muss vorher bezüglich der Datensicherheit und dem Schutz der Nutzer noch einiges geprüft werden. Darunter auch die Frage, welcher Anbieter für die Kooperation in Frage kommt, sowie die Gesamtkosten einer solchen Einrichtung.  Und es soll die Möglichkeit geben die Einrichtung zunächst nur an wenigen Standorten zu starten. st

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.