23. November 2016

Christiane Augsburger zur Mauer am Haus der Vereine

Ortstermin am Waldbach

Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) reagiert auf die Kritik, die in den vergangenen Tagen an der neuen Mauer am Waldbach an der Schulstraße geäußert wurde. Sie lud  am heutigen Mittwoch Fachleute zu einem Ortstermin ein.

Zu dem Treffen kamen der Vorsitzende des Verschönerungsvereins Schwalbach, Dieter Kunze und dessen Stellvertreter, der Landschaftsarchitekt Bernd Waldvogel sowie der Architekt Folkert Rüttinger, der auch Verfasser des Schwalbacher Altstadtrahmenplanes ist. Thema des Gesprächs war die Mauer, die dort gerade errichtet wird, und die einige Bürger und die Schwalbacher Grünen kritisch sehen. Über das Ergebnis ist noch nichts bekannt.
Anlass für den Bau ist der notwendige Austausch der Brückengeländer. Das Geländer an der Waldbachbrücke an der Sauererlenstraße ist an den Fußverankerungen abgerostet und droht in den Bach zu stürzen. Um die Ansicht einheitlich und historisch korrekt herzustellen, sollte auch das noch relativ neue Geländer an der Brücke in der Schulstraße mit ausgetauscht werden. Das alte Geländer soll nach Angaben der Stadtverwaltung nach dem Ausbau zwischengelagert und an anderer Stelle eventuell wiederverwendet werden.
Bei der Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes in den Jahren 2012 und 2013 wurde deutlich, dass die Fundamente aus Sandsteinplatten im Laufe der Zeit immer mehr unter die Erdoberfläche verschwanden. Erst bei der Sanierung wurden sie wieder freigelegt. Der gesamte ehemalige Schulhof wurde im Jahr 2013 tiefer gelegt, um die Fundamentplatten wieder gänzlich zum Vorschein zu bringen. Das Konzept zur Wiederherstellung des früheren Zustandes erarbeitete der beauftragte Landschaftsarchitekt. Der Verschönerungsverein wurde miteinbezogen.

„Was soll das denn?“, fragen sich viele Schwalbacher. Bauarbeiter haben in den vergangenen Tagen in der Schulstraße eine funktionslose Mauer errichtet. Foto: Schlosser

„Was soll das denn?“, fragen sich viele Schwalbacher. Bauarbeiter haben in den vergangenen Tagen in der Schulstraße eine funktionslose Mauer errichtet. Foto: Schlosser

Die Mauer, wie sie jetzt gedacht ist, soll den ehemals vorhandenen Zustand andeuten, sie wird nur so hoch wie die Sockelleiste des Gebäudes. Sie erhält einen Anstrich in der Farbe des Gebäudesockels. Weiter soll die Bronzefigur Die Große Frau, die eine Leihgabe des Verschönerungsvereins ist – dann vor der Mauer besser zur Geltung kommen. Mauer und die Pfeiler erhalten darüber hinaus eine Abdeckung sowie eine Sockelverkleidung mit Natursandsteinplatten so, wie auf dem Abstellplatz neben dem Eingangsbereich.
Die neu anzufertigenden Geländer entsprechen den Vorgaben des Regierungspräsidiums sowie den statischen Erfordernissen. Aufgrund des vorbeifahrenden Radfahrverkehrs ist es vorgeschrieben, Geländer an beziehungsweise auf Brücken mit einer Höhe von 1,30 Meter einzusetzen. red

Lesen Sie dazu auch den Bericht „Keine Mauern am Waldbach“ und den Kommentar „Die Mauer muss weg…“!

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