7. Dezember 2016

Nächtlicher Besuch der Bürgermeisterin verärgert den BDP

„Winterglühen“ wurde zu laut

Zu neuem Leben ist die Stadtinsel des BDP neben der Geschwister-Scholl-Schule erwacht. Beim so genannten „Winterglühen“ in der Nacht zum ersten Advent gab es allerdings Beschwerden wegen Ruhestörung und auch Bürgermeisterin Christiane Augsburger las den BDPler mitten in der Nacht die Leviten.

Nachdem die Aktivitäten rund um die Stadtinsel über mehrere Jahre immer geringer geworden sind, gibt es seit diesem Jahr wieder verstärkte Aktivitäten. Zum einen hat sich die Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge etabliert. Zum anderen treffen sich unter der Leitung von Jugendbildungsreferent Johannes Böff seit dem Sommer einige 16- bis 17-jährige Jugendliche regelmäßig in der Stadtinsel. Sie haben auch das lange verwahrloste Gelände entrümpelt und den Zaun repariert und wollen nun auch dem Gebäude zu neuem Glanz verhelfen.
Der BDP wollte die Fortschritte am Samstag vor dem ersten Advent mit seinem jährlichen „Winterglühen“ feiern. Ab 18 Uhr gab es Lagerfeuer, Singerunden in der Erdjurte und im Keller der Stadtinsel hatte ein DJ seine Anlage aufgebaut.
Gegen 1 Uhr nachts feierten immer noch etliche Jugendliche außerhalb des Gebäudes, so dass bei der Polizei in Niederhöchstadt Beschwerden wegen Ruhestörung eingingen. Eine Streife fuhr in die Hauptstraße und mahnte zur Ruhe. Was die BDPler dann aber ärgerte war, dass kurz nach der Polizei auch noch Bürgermeisterin Christiane Augsburger in der Stadtinsel auftauchte.
„Frau Augsburger hat sich ziemlich aufgeregt“, berichtet Johannes Böff. Dann habe sie gedroht, dass „das Ding zugemacht wird“. Der BDP-Jugendbildungsreferent fand das nicht in Ordnung. „So eine Ansage zu bekommen, war für die Jugendlichen, die sich seit einem halben Jahr um die Stadtinsel bemühen, sicher nicht besonders motivierend.“ Er will daher noch ein klärendes Gespräch mit der Bürgermeisterin suchen.
Christiane Augsburger berichtet, dass sie auf dem Nachhause-Weg zufällig die Polizeistreife gesehen habe und dann nachgeschaut habe, was los ist. Schließlich habe es beim Ordnungsamt in den vergangenen Monaten schon häufiger Beschwerden wegen Ruhestörungen gegeben. „Ich habe dann gesagt, dass es so nicht weitergeht und dass natürlich irgendwann einmal über eine Schließung diskutiert wird, wenn sich das nicht ändert.“ Konkrete Maßnahmen plant sie derzeit jedoch nicht. Sie geht davon aus, dass der BDP und die Jugendlichen ihre Botschaft verstanden haben.
Auf den Plan gerufen hat der Vorfall „Die Eulen“. Petra Ronimi und Andrea Schwucho haben eine Presseerklärung zu dem Thema verfasst. Sie glauben nicht an einen Zufall und stellen in den Raum, dass Christiane Augsburger die Jugendlichen „jetzt loswerden will“, damit die Stadt auf dem Gelände der Stadtinsel ein weiteres Schulkinderhaus bauen kann. MS

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