13. Dezember 2016

Flüchtlingshilfe sucht Arbeits-, Ausbildungs- und Praktikumsstellen sowie Paten

„Es gibt noch viel zu tun“

Der Umzug der Flüchtlinge vom Atrium in das neue Gebäude am Erlenborn ist geschafft. Vieles ist erledigt, aber es gibt auch noch viel zu tun.
Die Flüchtlingshilfe Schwalbach hat sich umorganisiert und noch einige Arbeitsbereiche mit aufgenommen.

Die Flüchtlingshilfe Schwalbach kümmert sich nun um Arbeit, Begegnungscafé, Deutschunterricht, Fahrradwerkstatt, Fahrten und Begleitung, Finanzen, Freizeit und Sport, Gesundheit und Medizin, Patenschaften, Lesen und Spielen mit Kindern, Rechtsfragen, Kontakte mit anderen Organisationen, Sachspenden, Schule, Website, Wohnungen und Frauen. Für Kinder organisiert die Flüchtlingshilfe die Teilnahme an einem Projekt, das von der DAGS, dem Verein Kindertaler und dem Schwimmclub Westerbach seit Jahren gemeinsam getragen wird. Neun Kinder aus drei Familien lernen jetzt jeden Montag in Eschborn schwimmen.
Für Erwachsene hat die Flüchtlingshilfe die Möglichkeit gefunden, bei der DLRG schwimmen zu lernen. Seit Oktober gibt es im Taunusbad in Oberursel alle zwei Wochen von 8-10 Uhr Frauenschwimmen. Wer grundsätzlich Lust hat selbst zu Schwimmen und noch Plätze frei hat, Frauen aus der Unterkunft mitzunehmen, kann sich gerne bei Klaus Stukenborg von der Flüchtlingshilfe Schwalbach melden. Es wird eine Gruppe gebildet und je nachdem, wie viele Plätze in den Fahrzeugen noch frei sind, können Frauen aus der Unterkunft mitgenommen werden.
Mittwochs bieten die Pfadfinder abends um 18 Uhr weiterhin den Fahrradworkshop in der Stadtinsel an. Wer Fahrräder spenden möchte, kann diese direkt vor Ort abgeben. Zur Zeit werden besonders Jugendfahrräder gesucht. Über weitere fingerfertige Unterstützung freuen sich alle. Wer sich also mit Fahrrädern auskennt und gerne auch sein Wissen weitergibt, kann sich gerne bei der Flüchtlingshilfe melden.
Der Bereich Arbeit macht langsam Fortschritte. So haben nun zwei Männer gute Aussichten auf eine Ausbildung und einen festen Arbeitsvertrag. Viele befinden sich zur Zeit in einem VHS-oder einem Integrationskurs um möglichst schnell die deutsche Sprache zu lernen. Arbeiten und Praktika ist bei allen weiterhin ein großes Thema. Wer eine Stelle oder ein Praktikumsplatz anzubieten hat, meldet sich bitte bei der Flüchtlingshilfe. Unter den Flüchtlingen befinden sich Schweißer, Schlosser, Friseure, Textilbesticker, Köche, Kfz-Mechaniker, Ingenieure, Studenten und viele junge interessierte Menschen, die lernen und anpacken wollen.
Die Flüchtlingshilfe ist auch immer noch auf der Suche nach Paten. Es werden Leute gesucht, die den Geflüchteten helfend unter die Arme greifen, wenn beispielsweise Behördenbriefe kommen. Es wird von den Paten nicht erwartet, dass sie sich selbst um alles kümmern, vielmehr sind sie in der Lage, Aufgaben an die Verantwortlichen weiter zu geben. Die Paten treffen sich regelmäßig um sich auszutauschen, und bei Fragen kann man sich immer an die anderen Helfer wenden.
Es ist auch eine Möglichkeit, den Geflüchteten einen Einblick in den deutschen Alltag zu gewähren. Einige Paten nehmen ihre „Patenkinder“ nachmittags einfach mit, ihre Kinder von den verschiedenen Vereinsaktivitäten abzuholen. Sie gehen zusammen zum Sport oder verbringen manche Wochenenden gemeinsam. Wer schon mal im Ausland war, weiß wie wichtig solche persönlichen Anbindungen an die Gesellschaft sind. Was für die Einheimischen Alltag ist, kann für andere etwas ganz neues sein. Andere verabreden sich zum Beispiel einfach nur, um wöchentlich ein bis zwei Stunden auf Deutsch Konversation zu üben.
Im Begegnungscafé haben alle Schwalbacher die Möglichkeit, Flüchtlinge kennenzulernen und Fragen an die Flüchtlingshilfe zu stellen. Das Treffen findet alle 14 Tage wechselweise in den neuen Unterkünften statt, die Termine werden rechtzeitig in der Presse bekanntgegeben. red

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