21. Dezember 2016

Das Reisecafe lud zu einer Mundart-Lesung mit Evi Hoffmann ein

Im Schimmer der Kerzen

Nach dem „Stoltze-Abend“ mit Hermann Groß aus Falkenstein lud das Reisecafe „Selected Travel“ erneut zu einem Mundartabend ein. Evi Hoffmann vom Schwalbacher Jazzclub hatte einige schöne Advents- und Weihnachtsgeschichten mitgebracht.

So wie die Geschichte des Mannes, der eine leuchtende Kerze ins Fenster stellte und damit eine Kettenreaktion zu einer sich steigernden Beleuchtungsorgie auslöste, die letztendlich das Kraftwerk lahmlegte und damit das ganze Viertel in Dunkelheit versetzte.
Die Geschichte von Loni Abt „Die Bescherung“ durfte natürlich nicht fehlen. Im schönsten Hessisch und „Frankforderisch“ wurde die Geschichte vom „Berschdebinder Speidel“ erzählt, wie er den übergroßen Weihnachtsbaum passend für die „klaa Wohnstubb“ zersägte – bei allem Ungemach, das er, „sei Fraa und die Kinner“ erleben mussten. Am Ende konnte er aber „sache“: „Weihnachde ist halt doch Weihnachde und hot es erste Fläschje Wie uffgemacht.“
Außerdem wurden Geschichten von Erich Fried rund um den Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg, Geschichten von Friedrich Stoltze und das nostalgische „Frankforder Weihnachtsgebabbel“ von Otto Eugen Zöller aus dem Jahre 1957, das mit der Erinnerung an die dunkle Nachkriegszeit in Frankfurt endet, vorgetragen.
Besinnliche, nachdenkliche und skurrile Geschichten wechselten sich ab. Am Ende gab es noch einen Witz als Zugabe: „Erst verschwindet der Josef aus der Krippe der Pfarrkirche, dann auch noch die Maria. Der Pfarrer steht vor einem Rätsel und legt sich auf die Pirsch. Siehe da, die Kirchentür geht auf und klein Fritzchen baut sich vor der Krippe mit dem Jesuskind auf und spricht zu ihm: „Wenn de nicht dafür sorgst, dass ich en Laptop kriehe, dann siehst’e dein Vadder und dei Mudder nicht mehr wieder.“
Evi Hoffmann bescherte den Zuhörern mit ihrer Auswahl an Mundartgeschichten einen schönen Abend und alle hoffen, dass auch im nächsten Jahr zur Mundart-Lesung eingeladen wird. red

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