21. Dezember 2016

Ergebnisse der Gutachten zum Limesstadion liegen frühestens im Januar vor

Wie geht es am Limesstadion weiter?

Die rund vier Jahrzehnte alte Tribüne im Schwalbacher Limesstadion war seit Jahren in einem schlechten baulichen Zustand. Ende August 2016 begannen deshalb die Arbeiten zu Abriss und Neubau der Tribüne. Doch eine Gruppe von Anwohnern am Westring klagte dagegen, und am 29. September 2016 hat das Verwaltungsgericht Frankfurt einen Baustopp ausgesprochen.

„Seitdem ruhen jegliche Bauarbeiten. Sogar die beiden Garagen, die dort errichtet werden sollten, um Sportgeräte der Schulen aufzunehmen, haben wir nicht begonnen, obwohl die Schulen schon seit Jahren darauf warten. Wir wollten jede Irritation der Öffentlichkeit vermeiden“, erläutert Bürgermeisterin Christiane Augsburger.
Aufgrund des Gerichtsbeschlusses hatte das Kreisbauamt, das für Schwalbach die zuständige Baugenehmigungsbehörde ist, die Bauarbeiten zunächst gestoppt. Weiter hat es das Bau- und Planungsamt der Stadtverwaltung aufgefordert, zwei Gutachten in Auftrag zu geben. Gegenstand der beiden Untersuchungen sind Lärm- und Lichtemissionen. Diese sollen auf Grundlage der bisherigen Nutzung des Stadions durch Vereins- und Schulsport in diesem Jahr ermittelt werden. Mit den Ergebnissen dieser Gutachten ist frühestens im Januar 2017 zu rechnen.
Gegenwärtig wird das Stadion unter der Woche tagsüber für Schulsport und von nachmittags bis abends 20 Uhr von der Leichtathletik der Turngemeinde 1887 Schwalbach (TGS) genutzt. Am Samstag spielt die Sparte Cricket des FC Schwalbach. Das Lärmgutachten erstellt das Institut für Akustik und Bauphysik in Oberursel. Was die Beleuchtung betrifft, so hat sich die TGS eine Trainingsbeleuchtung in den Abendstunden gewünscht. Mit dem Neubau der Bühne sollen deshalb drei Lichtmaste entlang der Start-Ziel-Geraden errichtet werden. Das Lichtgutachten erarbeitet das Ingenieurbüro Dr. Petri aus Offenbach.
Ein weiteres Problem stellt der Bebauungsplan Nr. 64 mit der Bezeichnung „Gesamtsportanlage Hinter der Röth“ dar. Das Gericht hat diesen aufgrund eines Verfahrensfehlers bei dessen Aufstellung 1971 als ungültig erklärt. – Knapp die Hälfte der neuen Tribüne steht bereits. Die Bauarbeiten sollten ursprünglich Mitte Oktober abgeschlossen sein. Danach wird die Tribüne in einer neuen Gestalt und in reduzierter Form errichtet: Standen auf der alte Tribüne bisher rechnerisch 2.000 Plätze zur Verfügung, sollen es jetzt nur noch 400 Sitz- und Stehplätze werden. red

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