25. Januar 2017

Förderverein der ökumenischen Diakoniestation unterstützte viele Projekte

Mehr Zeit für Begegnungen

Seit 42 Jahren finanzieren die Mitglieder des Fördervereins der ökumenischen Diakoniestation Eschborn/Schwalbach mit ihren Beiträgen und Spenden die Arbeit dieser Einrichtung. Ein Schwerpunkt ist es dabei „Räume für Begegnungen“ zu schaffen.

Ursprüngliches Ziel des Vereins war es, erkrankten und pflegebedürftigen Gemeindemitgliedern der Kirchengemeinden in Schwalbach und Niederhöchstadt über die Finanzierung einer Diakonisse für Gemeindekrankenpflege Nähe und Krankenpflege zuzuwenden. Sozialpolitisch sind die Krankenpflege und die Pflege von Pflegebedürftigen mittlerweile über die Kranken- und Pflegekassen gesichert. Mobile Pflegedienste, auch in kirchlicher Trägerschaft, sind Dienstleister und Wirtschaftsbetriebe und gehalten, ihren Aufwand über die Erlöse aus den Pflegesätzen der Kranken- und Pflegekassen zu decken.
Daher bleibt oft nur wenig Zeit für die einzelnen Patienten. Der Förderverein versucht das auszugleichen, in dem er seine finanziellen Mittel für Besuche und persönliche Zuwendung einsetzt, die normalerweise nicht in den Leistungen der Diakkoniestation enthalten sind. So wurde vor zehn Jahren das Projekt „Engel auf Rädern“ durch den Förderverein ins Leben gerufen. In den Anfangsjahren besuchte eine Mitarbeiterin ausschließlich Patienten der Diakoniestation und widmete ihnen Zeit für Gespräch, Seelsorge und Gebet. Mittlerweile wurde aus einem Engel eine „Himmlische Heerschar“, wie Ulrike Bohni ihr Engel auf Räder-Team bezeichnet. Neben der hauptamtlichen Beschäftigten der evangelischen Andreasgemeinde Niederhöchstadt sind weitere zehn ehrenamtliche „Engel“ unterwegs, um Leben in die Haushalte einsamer und kranker Menschen in Schwalbach und Niederhöchstadt zu bringen. 680 Stunden hat allein Ulrike Bohni dafür im vergangenen Jahr eingesetzt.
Aber der Engel auf Rädern ist nicht das einzige Beziehungsprojekt, welches der Förderverein finanziell unterstützt. So hat die katholische Kirchengemeinde Schwalbach vor einigen Jahren Unterstützung für das Projekt „An Weihnachten nicht allein“ angefragt und offene Ohren und Herzen beim Förderverein vorgefunden. An Heiligabend 2016 waren über 30 Personen der Einladung der katholischen Kirchengemeinde gefolgt und haben im Anschluss an den Gottesdienst gemeinsam Weihnachten im katholischen Gemeindehaus gefeiert.
50 Mal durften sich Leib und Seele am ökumenischen Mittagstisch in Niederhöchstadt erfreuen. Abwechselnd kochen ein Team der katholischen Nikolausgemeinde und ein Team der evangelischen Andreasgemeinde ein Drei-Gänge Menu. Eine Mitarbeiterin des Teams begrüßt und eröffnet die Essenszeit mit einer kurzen Andacht und einem Gebet. So wurden im vergangenen Jahr rund 1.600 Mahlzeiten verspeist und viele gute Gespräche geführt.
Das ökumenische Seniorencafe erfreut sich großer Nachfrage und bietet Raum für Begegnung, Gespräch und gemeinsame Freizeitaktivitäten. Seit 2011 ermöglicht der Förderverein sowohl das Mittagstischangebot wie auch die zusätzliche Öffnung des Seniorencafes am Freitag.
Der Aufbau der Demenzbetreuung auf Initiative der Mitarbeiterin für Seniorenarbeit, Hannelore Kraft, und der Ärztin und Kirchenvorsteherin, Dr. Cornelia Köstlin-Göbel, kann als gelungen bezeichnet werden. Auch ein vermeintlich bescheidener finanzieller Beitrag angesichts des jetzt in voller Blüte stehenden Projektes kann segensreich und lebensfördernd sein. Das haben die Beteiligten und der Vorstand des Fördervereins in den letzten fünf Jahren erlebt. Begonnen hat es mit einem Gefühl für das Notwendige. Begleitet durch den Förderverein machten sie sich auf den Weg und fanden die Räume, die es mit Begleitung, Unterstützung und Mitgefühl zu erschließen und auszufüllen galt.
27.000 Euro hat der Förderverein im Jahr 2016 für die beschrieben Projekte zur Verfügung gestellt. Der Vorstand des Diakonievereins dankt allen, die durch Mitgliedsbeiträge und Spenden dazu beigetragen haben. Und er bedankt sich bei allen, die durch ihre aktive Teilhabe an den verschiedenen Angeboten überhaupt erst lebendige Begegnungen ermöglichen. red

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