9. März 2017

Bulimie-, Autismus- und Syringomyelie-Betroffenene können jetzt Erfahrungen austauschen

Drei neue Selbsthilfegruppen

Im Main-Taunus- Kreis gibt es drei neue Selbsthilfegruppen zu Bulimie, Autismus und Syringomyelie. Foto: MTK

Im Main-Taunus-Kreis gibt es erstmals Selbsthilfegruppen zu den Themen Bulimie, Autismus und Syringomyelie. Betroffene oder Angehörige können sich bei der Selbsthilfekontaktstelle des Kreises melden, um bei den ersten Treffen dabei zu sein.

„Wer unter einer dieser Krankheiten leidet, steht vielen Fragen gegenüber“, so der erste Kreisbeigeordnete Wolfgang Kollmeier. „Da ist der Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen und Angehörigen besonders wichtig.“ Deshalb koordiniere die Selbsthilfekontaktstelle die ersten Zusammenkünfte.
Das erste Treffen der Bulimie-Selbsthilfegruppe „La vie est belle – Das Leben ist schön“ soll am morgigen Freitag, 10. März, um 18.30 Uhr in Hofheim stattfinden. Bulimie wird auch Ess-Brech-Sucht genannt. Die Betroffenen nehmen in kürzester Zeit große Mengen Essen zu sich – bis zu 20.000 Kilokalorien pro Anfall – und ergreifen dann Gegenmaßnahmen in Form von Erbrechen, exzessivem Sport oder Abführtabletten. Die Selbsthilfegruppe versteht sich als Ergänzung zu einer psychotherapeutischen Behandlung.
Die erste Selbsthilfegruppe zum Thema Autismus ist von zwei Müttern gegründet worden, deren Kinder Autismus haben. Dabei handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, die lebenslang besteht und nicht heilbar ist. Es gibt sehr verschiedene Formen von Autismus; charakteristisch sind jedoch Auffälligkeiten bei der sozialen Interaktion und Kommunikation. Oft dauert es lange, bis Autismus richtig diagnostiziert wird. Die Gruppe trifft sich erstmals am Dienstag, 21. März, um 19 Uhr in Eschborn-Niederhöchstadt.
Syringomyelie und Chiari Malformation sind neurologische Rückenmarkserkrankungen, die erhebliche Folgeerscheinungen für die Betroffenen haben. Ein Symptom sind sehr starke Kopf- und Nackenschmerzen. Die beiden Leiden gehören zu den seltenen Krankheiten – sind also so ungewöhnlich, dass sie in der Praxis eines Allgemeinmediziners in der Regel höchstens einmal pro Jahr vorkommen.
Nähere Informationen zu allen drei Gruppen gibt es bei Fiona Schreiber von der MTK-Selbsthilfekontaktstelle im Kreisgesundheitsamt „Am Kreishaus“ 1-5 in Hofheim. Bei ihr kann man sich auch unter der Telefonnummer 06192/2011107 oder per E-Mail an selbsthilfekontaktstelle@mtk.org anmelden. In der Kontaktstelle sind derzeit rund 70 Selbsthilfegruppen registriert. Zu erreichen ist sie per E-Mail an selbsthilfekontaktstelle@mtk.org oder von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr unter der Telefonnummer 06192/201-1107. red

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