10. März 2017

Spannender WiTechWi-Vortrag von Prof. Dr. Horst Kessler

Krank durch falsche Proteinfaltung

Im Hörsaal der Albert-Einstein-Schule referierte Prof. Dr. Horst Kessler über Proteine und ihre Faltung. Foto: Kulturkreis GmbH

Prof. Dr. Horst Kessler referierte am vergangenen Mittwoch beim Arbeitskreis WiTechWi über das Thema „Was haben Alzheimer, Parkinson, Diabetes und Grauer Star gemeinsam? Die Rolle der richtigen Proteinfaltung für die biologische Funktion.“

Vor mehr als 50 Zuhörern im Vorlesungssaal der Albert-Einstein-Schule berichtete Horst Kessler über die Bedeutung der Faltung von Proteinen. Viele Bausteine des Lebens sind Proteine, Ketten von Aminosäuren. Proteine, hierzu zählen auch Enzyme und Prionen, sind über Peptidbindungen verkettete Aminosäuren. Die Reihenfolge dieser Aminosäuren aber auch die Geometrie des Proteins bestimmen entscheidend die biologische Funktion.
In den vergangenen Jahren erkennt man immer mehr, wie wichtig die Faltung der Proteine ist und bei welchen Krankheiten sie eine Rolle spielt. Viele tausend Forschungsarbeiten versuchen die Mechanismen und Auslöser dieser Prozesse zu entschlüsseln und ihre Abläufe zu klären. Ziel ist es letztlich, Arzneimittel zu finden, die verhindern, dass durch „falsch“ gefaltete Proteine Krankheiten, wie zum Beispiel Alzheimer, Parkinson, Diabetes II oder Grauer Star entstehen. „Leider sind die chemischen Vorgänge höchst komplex und die Entwicklung von Arzneimitteln deshalb äußerst schwierig“, sagte Horst Kessler.
Er konnte das komplizierte Thema spannend und auch für den interessierten Laien verständlich darstellen. Die engagierte Diskussion nach dem Vortrag bewies, welche Bedeutung das Thema für die Zuhörer hatte.
Der nächste Vortrag des Arbeitskreises WiTechWi findet am 19. April statt. Dr. Roland Ehrt referiert dann über das Thema „Entwicklung und Einsatz von Keramik in der restaurativen Zahnmedizin“. red

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