28. März 2017

Rechtssicherheit kann nur ein neuer Bebauungsplan schaffen – Weitere Verhandlungen

Stadion bleibt vorerst gesperrt

Sowohl die Baustelle als auch der Stadionbetrieb müssen zurzeit ruhen. Foto: Schlosser

Es bleibt dabei: Das Schwalbacher Stadion darf bis auf Weiteres weder für Wettkämpfe, noch für Trainingsstunden oder den Schulsport genutzt werden.

Das hat Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) auf Anfrage der Schwalbacher Zeitung erklärt. Hintergrund ist ein Gerichtsbeschluss zum Neubau der Tribüne. Wie berichtet hatten einige Anwohner gegen die – wohlgemerkt deutlich verkleinerte – neue Tribüne geklagt und einen Baustopp erwirkt. Seit dem vergangenen Herbst liegt die Baustelle brach.
Das Verwaltungsgericht hatte dabei festgestellt, dass der Bebauungsplan aus den 60er-Jahren aus „formalen Gründen“ nicht gültig ist. Folglich fehlt die Genehmigung zum Betrieb des Stadions. Christiane Augsburger hat daher den Vereinen mitgeteilt, dass das Stadion bis zur Klärung der Angelegenheit nicht benutzt werden kann. Die Albert-Einstein-Schule hat sie bereits gebeten, die Bundesjugendspiele in diesem Jahr an anderer Stelle zu veranstalten.
Damit die Tribüne zu Ende gebaut und das Stadion wieder genutzt werden kann, muss nun wahrscheinlich ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden, was allerdings mindestens ein Jahr lang dauert. Damit die Vereine und Schulen das Stadion zwischenzeitlich trotzdem nutzen können, will Christiane Augsburger noch einmal mit allen Beteiligten verhandeln und versuchen eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Außerdem will die Bürgermeisterin dem Magistrat vorschlagen, einen Fachanwalt einzuschalten, der die Stadt in der Angelegenheit berät. MS

 

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