26. April 2017

Wie Telecolumbus mit einigen Schwalbacher Kunden umging

Einfach den Stecker gezogen

Kurzen Prozess hat der Kabelanbieter Telecolumbus mit einigen Schwalbacher Kunden gemacht.

Die Firma, die einen großen Teil der Haushalte in der Limesstadt mit Kabelfernsehen versorgt, kündigte im März einigen Reihenhausbesitzern am Ostring mehr oder weniger fristlos, so dass die Fernseher von einem Tag auf den anderen schwarz blieben.
Wegen einer Dämmmaßnahme an einem Haus hätte ein Verteilerkasten versetzt werden müssen. Doch statt die Box tatsächlich zu versetzen, kündigte Telecolumbus lieber allen Kunden, die an dem Gerät hingen. Am 17. März kamen die Kündigungsschreiben bei den Betroffenen an. Am selben Tag wurde der Verteiler demontiert. Um eine Ersatzlösung kümmerte sich Telecolumbus nicht. Im Gegenteil. Als einige der Betroffenen drei Tage später die Hotline des Unternehmens anriefen, erhielten sie zur Antwort, es bestünde kein Vertragsverhältnis mehr.
Immerhin: Die im Voraus bezahlten Kabelgebühren hat Telecolumbus mittlerweile zurück erstattet. Die betroffenen Anwohner haben sich in der Zwischenzeit DVB-T2-Antennen oder Satellitenanlagen besorgt und können auch wieder fernsehen. Sie fürchten allerdings, dass das Verhalten von Telecolumbus Schule machen könnte.
Warum der Kabelbetreiber sich so verhalten hat, ist nicht bekannt. Eine Anfrage der Schwalbacher Zeitung blieb bis heute unbeantwortet. MS

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