31. Mai 2017

Marokkanischer Kulturverein lädt am 17. Juni zum „Fastenbrechen“ ein

Der Ramadan hat begonnen

Am vergangenen Samstag hat der muslimische Fastenmonat „Ramadan“ begonnen. Der marokkanische Kulturverein wünscht allen Schwalbacher Mitbürgern einen gesegneten Monat und lädt zum gemeinsamen „Fastenbrechen“ am Samstag, 17 Juni, um 21.15 Uhr im marokkanischen Kulturverein ein. Es ist eine gute Gelegenheit den Ramadan zu erleben und die muslimischen Mitbürger einmal näher kennenzulernen.

Das Fasten im Ramadan ist eines der wichtigsten Gebote des islamischen Glaubens. Es gehört, wie das Glaubensbekenntnis, die fünf täglichen Gebete, die Almosensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka, zu den fünf Säulen des Islams.
Den Muslimen ist es auferlegt, während des Ramadans von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang weder zu essen noch zu trinken.Mit der Pubertät beginnt die Verpflichtung zum Fasten. Voraussetzung ist jedoch die geistige und körperliche Reife.Vom Fasten befreit sind Reisende, Kinder, Kranke, Schwangere, Frauen während ihrer Menstruation und Schwerarbeiter. Dieser darf selbst entscheiden, ob er fasten kann oder nicht. Die versäumten Tage können im Laufe des Jahres nachgeholt werden. Ist dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich, kann für jeden nicht gefasteten Tag ein Bedürftiger für einen Tag mit Nahrungsmitteln versorgt oder ihm ein bestimmter Betrag überlassen werden, mit dem er einen Tag auskommen kann.
Neben diesen praktischen Aspekten sind ethisch-moralische Grundsätze während des Ramadans besonders zu beachten. Überflüssiges Gerede, Lügen, üble Nachrede, Verleumdung, Beleidigungen, Beschimpfungen und Streitgespräche ziemen sich nicht im Munde eines Fastenden. Vielmehr soll er sich im Schweigen üben und sich seinem Schöpfer widmen.
Ein weiterer Aspekt ist der Kampf gegen das eigene Ego, um für Gottes Willen eine bestimmte Zeit auf die eigenen Bedürfnisse zu verzichten. Damit ist auch ein sozialer Gesichtspunkt verbunden. Wenn man selbst erfährt, was Hunger bedeutet, kann man eher nachvollziehen, wie sich Menschen fühlen, die dem Hunger ausgesetzt sind.
Hieraus wächst die Bereitschaft, sich am Allgemeinwohl zu beteiligen. Durch das Fasten soll also unter anderem das Solidaritätsgefühl mit den Bedürftigen verstärkt werden.
Aus derselben Motivation heraus, muss am Ende des Ramadans jeder Fastende eine Spende an Bedürftige abgeben.
Nach dem Monat folgt ein Fest. Es wird als das „Fest des Fastenbrechens“ oder auch „Zuckerfest““ bezeichnet und ist das zweitgrößte Fest im Islam. Die Spende hat den Zweck, dass sich auch arme Menschen zu diesem Fest eine gute Mahlzeit oder Kleidung leisten können. red

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