12. Juni 2017

Bürgermeisterin Christiane Augsburger hat Halbzeitbilanz ihrer zweiten Amtszeit gezogen

„Am liebsten noch einmal neun Jahre“

Es ist schon wieder drei Jahre her, dass Christiane Augsburger mit großer Mehrheit zur Bürgermeisterin gewählt wurde. Jetzt zog sie "Halbzeitbilanz". Archivfoto: Schlosser

Nach wie vor ist Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) der Ansicht, dass ihr Posten der schönste auf der Welt ist. Nur für das Amt des Bundespräsidenten würde sie das Schwalbacher Rathaus verlassen wollen, scherzte sie in der vergangenen Woche, als sie eine Halbzeitbilanz ihrer zweiten Amtszeit zog.

2014 wurde Christiane Augsburger zum zweiten Mal für sechs Jahre zur Bürgermeisterin von Schwalbach gewählt, ist also mittlerweile seit neun Jahren im Amt. Amtsmüde ist sie noch lange nicht. Wenn sie nicht krank wird und sie die Schwalbacher 2020 wiederwählen würde sie gerne noch einmal neun Jahre dranhängen.
Für die Zeit seit 2014 zog die Bürgermeisterin trotz Stadiondebatte, Streitereien um Heizkraftwerke und Schmuckmauern eine durchweg positive Bilanz ihrer Arbeit. Sie erinnerte an die Aufnahme von 160 Flüchtlingen „aus dem Stand“ und wie gut das gelungen sei.
Zufrieden ist Augsburger auch mit der Entwicklung der Kinderbetreuung in den vergangenen drei Jahren. „Der Bedarf an Kinderbetreuung steigt in Schwalbach ständig an. Ursache ist nicht nur, dass Eltern heute dieses Angebot erwarten. Es gibt einfach mehr Kinder in unserer Stadt und für diese wird mehr Betreuung nachgefragt.“ Im Frühjahr 2014 sei daher die  „Kita Baumhaus“ für zwei Gruppen am Mittelweg eröffnet worden. Als deren dritte Gruppe sei nun eine Waldgruppe in Planung. Gegenwärtig werden außerdem nicht nur die Kindertagesstätte „Am Park“ neu gebaut. Auch im EVIM-Seniorenzentrum werde noch in diesem Herbst eine neue, zweigruppige Kindertagesstätte entstehen.
Als „Dauerbrenner“ bezeichnete Christiane Augsburger den Neubau von Wohnungen in Schwalbach. Sie spricht sich dafür aus, das Areal „Am Flachsacker“ behutsam als Mischgebiet zu bebauen. Zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum habe die Stadt außerdem Belegungsrechte für ehemals geförderte Sozialwohnungen erworben.
Die Finanzlage Schwalbachs hat sich seit Beginn ihrer zweiten Amtszeit noch einmal deutlich verbessert. Doch weiß Christiane Augsburger, dass das nicht in ihrer Hand liegt, sondern vor allem mit dem Erfolg der in Schwalbach ansässigen Großunternehmen, wie zum Beispiel Samsung oder Procter & Gamble zusammenhängt. „Das kann sich auch sehr schnell ändern“, warnte die Bürgermeisterin.
Auf ihre Fahnen schreibt sie sich dagegen die Modernisierung der Stadtverwaltung. Nach fast zehn Jahren „Dienststellenleitung“ habe sie die Stadtverwaltung „umgekrempelt“ und flachere Hierarchien mit einer höheren Verantwortung für die Amtsleiter eingeführt. red

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