1. August 2017

Bauarbeiten an der Straße „Am Sportplatz“ haben begonnen

Auf der Suche nach Bomben

Mit einem speziellen Messwagen schickte Christian Albrecht elektomagnetische Wellen ins Erdreich und überprüfte so, ob Bomben aus dem zweiten Weltkrieg unter der Baustelle schlummern. Foto: Schlosser

Heute haben die Arbeiten an der Straße „Am Sportplatz“ begonnen. Doch bevor die Baggerschaufel für den Austausch der Hochdruck-Gasleitung ein erstes Mal in den Boden sticht, musste eine Kampfmittelsondierung durchgeführt werden. Bericht mit Video
Denn die Straße befindet sich am Rand eines ehemaligen Bomben-Abwurfgebietes. Durchgeführt wurde die Sondierung heute von Christian Albrecht von der Firma Tauber aus Weiterstadt. Mit einem elektromagnetischen Verfahren suchte er das Areal Quadratmeter für Quadratmeter nach Metallteilen in bis zu fünf Metern Tiefe ab. Ob er dabei etwas fand, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Die Messergebnisse werden am Computer ausgewertet, wobei sich die Funde laut Christian Albrecht „fast immer als Schrott herausstellen.“ Ist man sich nicht sicher, wird aufgegraben.

Erster Bauabschnitt an der Straße „Am Sportplatz“ ist der Austausch der Hochdruck-Gasleitung, die direkt am Straßenrand entlang verläuft. Nach vier bis sechs Wochen sollte dieser beendet sein. Dann wird das 230 Meter lange, bisher mit Schlaglöchern übersäte Sträßchen von Grund auf neu hergestellt. Die bisherige Breite von 3,50 Metern bleibt bestehen, lediglich zwei Ausweichbuchten auf der Sportplatzseite kommen hinzu. Weiter ist eine Bankettbefestigung mit Rasengitterplatten im Ausfahrtsbereich vorgesehen. Damit die Autos auch künftig mit Rücksicht auf den BMX-Parcours langsam fahren, werden flache Störelemente namens „Berliner Kissen“ auf der Straßenoberfläche angebracht. Die Kosten für den städtischen Straßenbau betragen 175.000 Euro. Ziel des Ausbaus ist eine bessere Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer – insbesondere jedoch für Fußgänger und Radler.

Nach Beendigung der Bauarbeiten wird die Straße wieder so schmal sein wie der ursprüngliche Weg. Foto: Schlosser

Wie es sich aktuell herausstellte, ist nach der bisherigen Planung der Abstand zwischen der Wasserleitung und der Gasleitung zu knapp bemessen. Der Gasleitungsgraben muss deshalb mehr mittig in der Zufahrtsstraße angelegt werden. Und die Straße muss somit von Beginn an komplett gesperrt werden, auch für Fußgänger und Radfahrer.
Wer zu den Sportplätzen fahren möchte, muss sein Fahrzeug auf dem Parkplatz am Naturbad an der Wilhelm-Leuschner-Straße abstellen und einen kurzen Fußweg auf sich nehmen. Der beliebte BMX-Parcours muss bis zum Ende der Bauarbeiten ebenfalls geschlossen werden. Da schwere Baufahrzeuge unterwegs sind, ist das Befahren der Strecke aus Sicherheitsgründen nicht möglich. red

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