13. September 2017

Schon zum Halbjahr hat Schwalbach die kompletten Jahreseinnahmen verbucht

Wieder hohe Steuernachzahlungen

Die Party scheint für Schwalbach auch im Jahr 2017 weiterzugehen. Auch in diesem Jahr übersteigen die Einnahmen bei weitem die im Haushaltsplan prognostizierten Zahlen.

Das geht aus dem „Bericht zum Stand des Haushaltsvollzugs“ zum ersten Halbjahr hervor. Danach hat die Stadt von Januar bis Juli bereits 56,2 Millionen Euro eingenommen. Das sind rund 20 Prozent mehr als für das gesamte Jahr einkalkuliert waren. „Ursächlich für diese Entwicklung ist der außerordentliche Anstieg der Gewerbesteuereinnahmen“, heißt es in dem Bericht des Magistrats. Wie schon in den Vorjahren sind vor allem Nachzahlungen in Millionenhöhe einiger in Schwalbach ansässiger Unternehmen für den Geldsegen verantwortlich. Mehreinnahme gab es im bisherigen Verlauf des Jahres aber auch bei der Einkommensteuer. Die übrigen Steuerarten bewegen sich nach Angaben der Finanzverwaltung in etwa wie erwartet.
Doch mehr Einnahmen bedeuten für eine Stadt wie Schwalbach immer auch mehr Ausgaben. Denn wenn eine Stadt mehr Geld einnimmt, muss sie auch ihrerseits höhere Umlagen an den Main-Taunus-Kreis und das Land Hessen zahlen. 38,5 Millionen Euro musste die Stadt in den ersten sechs Monaten bezahlen, das sind 69 Prozent der für das gesamte Jahr eingeplanten Umlagen. Auch sonst hat die Stadt im ersten Halbjahr reichlich Geld ausgegeben. 87 Prozent aller geplanten Ausgaben waren bereits Ende Juni getätigt, was 53,5 Millionen Euro entspricht.
Wegen der sprudelnden Einnahmen ist die Liquidität der Stadt „jederzeit ausreichend“. Während die meisten Städte Schuldenberge auftürmen, hat Schwalbach 90,2 Millionen Euro an flüssigen Mitteln, wovon rund 60 Millionen Euro als Festgelder angelegt sind.
Aufgrund der positiven Entwicklung rechnet Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) damit, dass das im Haushalt ausgewiesene Defizit ausgeglichen werden kann. MS

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