2. Oktober 2017

Viel Applaus gab es für die Premiere der Theaterreihe 2017/18

„Ich fürchte nichts“

Ablasshandel und die Vergebung von Sünden – im Theaterstück „Ich fürchte nichts“ über das Leben von Martin Luther ging es trotz des ernsten Themas nicht immer bierernst zu. Foto: Hermanowski

Wer von den Abonnenten der Schwalbacher Theaterabonnementreihe befürchtet hatte, dass die Auftaktveranstaltung zum Thema Luther schwere Kost sein würde, der konnte am vergangenen Samstag im großen Saal des Bürgerhauses beruhigt aufatmen. Nicht nur, dass auf der Bühne einige bekannte Schwalbacher Gesichter zu sehen waren, das N.N. Theater hatte sich dem Thema zwar mit großer Ernsthaftigkeit, aber auch mit viel Witz angenähert. Bericht mit Video

Die Stühle reichten nicht aus in Raum 1, wo Schauspielerin Irene Schwarz die interessierten Zuschauer in das Stück einführte. „Das Thema hat uns gehörigen Respekt eingeflößt und wir haben sehr viel recherchiert und uns dem Herrn Luther mit all seinen Facetten vorsichtig genähert“, so die Schauspielerin, die zu Studienzwecken mit dem Ensemble extra nach Eisenach und Wittenberg reiste. Vor voll besetztem Haus zogen die Schauspieler gemeinsam mit dem aus Schwalbacher Sängern gebildeten Projektchor singend in den Saal ein und nahmen die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Geschichte Luthers und die Spaltung der Kirche.
Während die Schauspieler auf und hinter der Bühne permanent in andere Rolle schlüpften, wurden auch die Schwalbacher Sänger immer wieder als Schauspieler in das Geschehen miteinbezogen, beteten, feilschten auf dem Markt um die feilgebotenen Nonnen und Ablass von ihren Sünden oder zogen als mordende Rotten durch den Saal. Mit dem Gospel „Packing up“ endete das Stück mit Schauspielern und Projektchor gemeinsam auf der Bühne.
Das Stück hat zumindest für einen Sänger eine ganz besondere Bedeutung: Denn Projektchorsänger Chris Higman, Wahlschwalbacher für 40 Jahre und langjährig als Politiker in Schwalbach aktiv, hat seine Koffer gepackt und zieht gemeinsam mit Ehefrau Pip zurück nach England. he

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.