24. Oktober 2017

Nächster Vortrag über „Luther und der deutsche Katholizismus heute“ am Donnerstag

Luther und die Musik

An einem „exotischen Ort“, der Empore der Pfarrkirche St. Pankratius, begrüßte am vergangenen Donnerstag Margot Comes, die Bildungsbeauftragte der katholischen Kirchengemeinde über 30 Zuhörer zu einer Veranstaltung „Luther und die Musik“.

Der evangelische Dekanatskantor Bernhard Zosel aus Kronberg sprach und musizierte über Martin Luther. „Ich bin ein Mann der Musik und nicht der Worte“, sagte Bernhard Zosel und bot einen Vortrag, der von insgesamt sieben eindrucksvollen Musikbeispielen an der Orgel unterbrochen. Er stellte einige der 29 von Luther geschriebenen Lieder vor, einschließlich ihrer Wirkung durch die Jahrhunderte.
Martin Luther habe laut dem Referent äußerst positiv zur Musik gestanden, die er direkt neben die Theologie als wichtigen Beitrag „zu Ruhe und Frieden der Seele“ gestellt habe, ganz im Unterschied zu anderen Reformatoren seiner Zeit. Er selbst konnte gut singen und Laute und Flöte spielen und hat viel in seiner Wohnstätte in Wittenberg musiziert.
Martin Luther wollte mit der Musik die Menschen an den Gottesdiensten beteiligen, die bis dahin mehr passiv dem liturgischen Geschehen beiwohnen mussten. Damit sei er auch für die katholische Kirche und ihre Praxis des Gesangs im Gottesdienst zum Vorbild geworden. Martin Luther sei mit der Musik über die Konfessionen hinausgegangen. Er hat den Kirchengesang vor allem in Deutschland bis heute maßgeblich beeinflusst. So finden sich auch in der heutigen Ausgabe des katholischen „Gotteslobs“ acht Lieder Luthers. Bernhard Zosel spielte zum Schluss die Auszüge aus einem Orgelkonzert von Felix-Mendelssohn Bartholdy zu dem Lied „Vater unser im Himmelreich“.
Am Donnerstag, 26. Oktober, wird die Reihe „Zeitfenster“ der Bildungsarbeit der Gemeinde fortgesetzt mit dem Vortrag von Pater Werner Löser über „Luther und der deutsche Katholizismus heute“. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Gemeindesaal St. Pankratius. red

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