2. November 2017

SPD und FDP beantragen eine zweijährige Probephase

Test mit Pfandringen

Pfandringe sollen Flaschensammlern „die Arbeit erleichtern“. Foto: Ketz

Die SPD und die FDP möchten Pfandringe an den Mülleimern in Schwalbach anbringen.

Die beiden Fraktionen haben gemeinsam einen entsprechenden Antrag an die Stadtverordnetenversammlung gestellt. Sie wollen für zwei Jahre drei öffentliche Papierkörbe mit Pfandringen ausstatten, um zu sehen, ob dies eine dauerhafte Lösung sein kann. Pfandringe sind Metallringe, die außen an Mülleimern angebracht werden und in die Pfandflaschen und –Dosen gestellt werden können.
Die Begründung des Antrags ist, dass Müllsammler es einfacher haben sollen Pfandflaschen zu entnehmen. Die Sammler sollen nicht in den Mülleimern wühlen, da es dort viele Glasscherben, Schmutz und Plastik gibt. Wörtlich heißt es in der Begründung des Antrags: “Pfandsammlerinnen und –sammler können einfacher, sauberer, sicherer und ohne eine für sie oftmals demütigende Situation ihrer Arbeit nachgehen.“ Im Sommer sind die Pfandringe darüber hinaus geeignet, einer zunehmenden Vermüllung in öffentlichen Anlagen vorzubeugen.
Bisher sind in vielen deutschen Städten Pfandringe eingeführt worden. SPD und FDP meinen, dass die Pfandringe vielfach positiv aufgenommen wurden. Aber es gibt auch einige Nachteile: Die Metallringe sind in einigen Städten häufig mit anderem Müll zugestopft oder mit Kaugummi verklebt. Außerdem wird der Bauhof rund 30 Prozent mehr Zeit brauchen, um den restlichen Müll aus den Abfalleimern zu entfernen. Kritiker warnen außerdem vor Pfandringen aus Metall, da sie verbogen werden können und man sich daran verletzen könnte.
Der Antrag wird nun in den Ausschüssen des Stadtparlaments beraten. Da SPD und FDP dort die Mehrheit haben, gilt eine Annahme als sicher. Lucia Engelhardt

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