30. Januar 2018

Die 71 Flüchtlinge der Unterkunft „Am Erlenborn“ werden auf den Kreis verteilt

Sanierung nach nur einem Jahr – update

Die Flüchtlingsunterkunft „Am Erlenborn“ muss wegen eines Wasserschadens saniert werden, deshalb müssen die Flüchtlinge umziehen. Foto: MTK

Die etwas mehr als ein Jahr alte Flüchtlingsunterkunft „Am Erlenborn“ muss umfassend saniert werden. Beide Gebäude, die aus Holz errichtet sind, haben durchnässte Wände. Im Inneren hat sich bereits Schimmel gebildet. Die 71 Bewohner werden Anfang Februar auf andere Einrichtungen im Main-Taunus-Kreis verteilt.

Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron (FDP) mitteilt, werden die Flüchtlinge künftig in Unterkünften des Kreises in Hattersheim, Flörsheim, Hochheim, Eschborn, Sulzbach, Bad Soden, Kelkheim und Eppstein wohnen. Auch von der Stadt Schwalbach werden mehrere Personen untergebracht. Bei der Verteilung habe der Kreis berücksichtigt, wohin die Flüchtlinge Verbindungen haben, etwa durch Schulbesuch oder soziale Kontakte. „Auf diese Weise leisten wir einen Beitrag zur Integration“, sagt Baron. Für einige Flüchtlinge ist der Wegzug aus Schwalbach dennoch hart, hatten sie doch gerade begonnen, soziale Kontakte aufzubauen.
Die zweistöckigen Gebäude wurde 2016 in Modulbauweise errichtet. Dem Ersten Kreisbeigeordneten Wolfgang Kollmeier (CDU) zufolge werden die „umfassenden Sanierungsarbeiten längere Zeit“ dauern. Die genaue Dauer der Arbeiten stehe aber erst fest, wenn der Schaden genau analysiert sei.
Über die Ursache für den Schaden wird zurzeit noch gerätselt. Offenbar ist Feuchtigkeit aus dem Erdreich in die Holzwände gezogen. Aufgefallen ist das schon im vergangenen Herbst, als sich erste feuchte Stellen mit Schimmel bildeten. Im Dezember untersuchte dann ein Gutachter beide Gebäude. Zunächst wurde versucht, das Problem mit Raumtrocknern in den Griff zu bekommen. Jetzt ist klar geworden, dass beide Häuser unbewohnbar sind und komplett saniert werden müssen. Kreissprecher Dr. Johannes Latsch: „Verlässliches zur Ursache kann erst gesagt werden, wenn weitere Untersuchungen abgeschlossen sind. Wir ermitteln die Ursache und würden mögliche Verursacher in Regress nehmen. Die Schadenshöhe kann erst beziffert werden, wenn der Umfang der Sanierungen feststeht.“
Um eine weitere Gesundheitsgefährdung für die Bewohner zu vermeiden und weil die Einrichtung während der Bauarbeiten leer sein sollte, müssen nun alle 71 Flüchtlinge ausziehen. Nach Angaben des Kreises soll die Sammelunterkunft nach Abschluss der Bauarbeiten mit anderen Flüchtlingen belegt werden. MS

 

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