15. März 2019

Videokameras überführen die Schläger vor dem REWE-Markt

Täter eindeutig identifiziert

In einem Nebenraum des Ordnungsamts sind die Live-Bilder vom Marktplatz auf zwei Monitoren zu sehen, die Ordnungspolizist Klaus Breitenbach und seine Kollegen bedienen. Foto: Schlosser

Drei Monate nach der Inbetriebnahme der „Videoschutzanlage“ können die Bilder der Überwachungskameras rund um den Schwalbacher Marktplatz nun auch in der Polizeistation in Eschborn in guter Qualität empfangen werden. Die Polizei meldet auch gleich zwei Erfolge.

Wegen einer fehlenden schnellen Internetleitung liefen die Bilder der Kameras bis Anfang März nur im Schwalbacher Rathaus auf. Jetzt hat die Polizeistation den erforderlichen Breitbandanschluss, um die Bilder ebenfalls zu empfangen. „Neben den Vorteilen bei der Aufklärung von Straftaten können damit nun unmittelbar auf erkannte Gefährdungen oder Straftaten im Bereich des Schwalbacher Marktplatzes reagiert und entsprechende polizeiliche Maßnahmen koordiniert werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.
Die Polizei berichtet weiter, dass in gleich zwei Fällen in der vergangenen Woche Tatverdächtige anhand der Videoschutzanlage ermittelt werden konnten. Nachdem am 4. Februar nahe der Shell-Tankstelle mehrere Schüsse mit einer Schreckschusswaffe auf einen am Westring wartenden Pkw abgefeuert worden waren, haben Ermittler diese Straftat mittlerweile geklärt. Der Schütze konnte wenige Tage später vom Schwalbacher „Schutzmann vor Ort“ am Busbahnhof wiedererkannt werden.
Anschließend wurden die für die Festnahme des möglicherweise bewaffneten Tatverdächtigen angeforderten Polizeibeamten über die Live-Bilder der Videoschutzanlage zu einem 54-jährigen, bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Mann gelotst. Er wurde widerstandslos festgenommen und erklärte, dass er die Waffe geschenkt bekommen habe und sie lediglich einmal habe testen wollen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde die Schreckschusswaffe gefunden und sichergestellt.
Auch im Fall des Angriffs auf den REWE-Mitarbeiter am Abend des 6. März haben die Videokameras mitgeholfen. Mehrere der Kameras hatten sowohl die Tat als auch die Täter aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen. Darüber hinaus wurden auch Zeugen identifiziert, die im Verlauf des weiteren Strafverfahrens von Bedeutung sein könnten.
Im Fokus der Ermittlungen stehen nun nach Angaben der Polizei mehrere Jugendliche und Heranwachsende aus Schwalbach, die bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten waren. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an. Der 30-jährige Geschädigte war wie berichtet nach dem Vorfall stationär in einem Krankenhaus aufgenommen und behandelt worden, befindet sich aber mittlerweile auf dem Weg der Besserung. red

Lesen Sie dazu auch die Berichte „Frau mit Waffe bedroht“ und „Prügel für REWE-Mitarbeiter“!

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