1. April 2020

Freiwillige bringen Schwalbacher Tafel-Kunden Lebensmittel an die Tür

Rote Taschen voller Lebensmittel

260 rote Ostertaschen mit Lebensmitteln packten die Helfer der Schwalbacher Tafel für ihre Kunden. Foto: Schwalbacher Tafel

In den kommenden Tagen bringen freiwillige Helfer der Schwalbacher Tafel den Kunden der Tafel rote Ostertaschen mit Lebensmittel an die Haustür.

Was macht eine Hilfsorganisation wie die Schwalbacher Tafel, wenn sie ihren Tafelladen aufgrund der Coronakrise schließen muss und ihre Kunden länger als vier Wochen auf den für sie wichtigen Einkauf von Lebensmitteln für ein oder zwei Euro pro Woche verzichten müssen? Dem Leitungsteam behagte dieser Zustand ganz und gar nicht. In einer Telefonkonferenz wurde überlegt, wie man den Kunden während dieser Zeit helfen könne. Herausgekommen ist eine „Rote-Osteraschen-Aktion“, in etwa vergleichbar mit der jährlichen „Rote-Weihnachtstaschen-Aktion“.
Allerdings wurden die Taschen diesmal nicht von vielen privaten Spendern gefüllt sondern aus den eigenen Lagerbeständen. Ein Teil der Waren musste noch zugekauft werden, was sich aufgrund der derzeitigen Hamsterkaufpraktiken als gar nicht so einfach herausstellte.
Gestern sind die Taschen gepackt worden, die ab dem heutigen Mittwoch, 1. April, von freiwilligen privaten Fahrern, die keiner Risikogruppe angehören, zu den Kunden nach Hause gebracht werden. Die Helfer stellen die Taschen vor der Wohnungstür ab und klingeln. Sie sollen nicht in die Wohnung kommen und keinen Kontakt zu den Kunden haben, um jedes Risiko auszuschließen. Auch der künftige Bürgermeister, Alexander Immisch, wird mit einer Ladung Taschen an etlichen Türen klingeln sowie Pfarrer Jan Frey.
Da das Lager der Schwalbacher Tafel durch diese Aktion nun recht leer geworden ist und sie wegen der durch die Coronakrise erzwungenen Schließung des Tafelladens auch keine Waren bekommt, ist sie für jede Spende auf ihr Konto mit der IBAN: DE42 5105 0015 0197 0364 86 dankbar. Die Schwalbacher Tafel dankt allen Spendern sowie den Helfern, die diese Aktion während der Coronakrise möglich gemacht haben. red

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