22. Juli 2020

Sabina Ihrig ist Referentin für „gesellschaftliche Verantwortung“

Integration und Teilhabe

Sabina Ihrig ist die neue Referentin für „gesellschaftliche Verantwortung“ im Dekanat Kronberg, zu dem auch Schwalbach gehört. Foto: Dekanat Kronberg

Seit Beginn des Jahres ist Sabina Ihrig die neue Referentin für gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat Kronberg. Seit 2015 ist sie bereits als Leiterin des Projektes „Dein Chance – Integration durch Bildung“ der Evangelischen Familienbildung Main-Taunus tätig.

Die Projektleitung der Sprachschule für Flüchtlinge in der Königsteiner Straße in Bad Soden wird sie weiterhin ausüben. Zusätzlich wird sie sich mit einer halben Stelle um gesellschaftliche Themen im Dekanat kümmern.

Mehrere Stationen im Ausland haben sie geprägt. „Mich hat die Erfahrung stark geprägt, gerade am Anfang in einem fremden Kulturraum permanent auf die Hilfe und Vermittlung anderer angewiesen zu sein“, erzählt Sabina Ihrig. Die Themen Integration und Teilhabe liegen ihr daher besonders am Herzen. „Auf Grund der Erfahrung heraus, nicht automatisch an der Gesellschaft teil zu haben, ist das Herstellen von Selbstwirksamkeit und Selbstermächtigung sehr wichtig für mich geworden. Und genau das, möchte ich durch meine Arbeit ermöglichen.“

Die gebürtige Dillenburgerin hat immer interkulturell und international gearbeitet. Das zieht sich wie ein roter Faden durch ihren Lebenslauf. Auch im Rahmen ihrer letzten Tätigkeit für das Deutsche Filminstitut in Frankfurt, wo sie internationale Festivals und die Schul-Kino-Wochen betreut hat. „Dabei habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, dass es ganz unterschiedliche Wertevorstellungen, Konzepte und Weltanschauungen nebeneinander geben kann. Dadurch habe ich die Fähigkeit erworben, auch eigene Wertungen und Glaubenssätze zu hinterfragen. Das hat mich offen, neugierig und sensibel gegenüber anderen Ideen gemacht.“

Der Einstieg in ihre neue Aufgabe im Dekanat wurde durch die Corona-Pandemie etwas erschwert. Derzeit ist sie dabei, sich in die Themen des Arbeitsfeldes einzuarbeiten. „Neben der Arbeit mit Geflüchteten sehe ich hier im Dekanat einen thematischen Schwerpunkt im Bereich Nachhaltigkeit. Einen weiteren sehe ich im diakonischen Handeln. Denn gerade durch die Corona-Pandemie hat sich die Situation der Menschen, die aus verschiedenen Gründen benachteiligt sind, noch verstärkt. Daher wird hier ein großer Bedarf entstehen“, so Ihrig.

Ein Projekt, das aufgrund der Ausbreitung des Virus entstand, war die Produktion von Mund-Nase-Bedeckungen. Diese wurden von Diakoniestationen und dem Diakonischen Werk akut benötigt. Sie reagierte sofort und brachte verschiedene Akteure zusammen, indem sie Flüchtlinge und freiwillige Helferinnen zum Nähen gewinnen konnte. red

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