29. September 2020

Mitgliederversammlung von Pro Musica fand im Bürgerhaus statt

Sänger suchen Winterdomizil

Aufwärmen gehört zum Einsingen vor der Probe mit dazu: Der gemischte Chor „TonArt“ bei einer Outdoor-Probe in der Kleingartenanlage Grumbach. Foto: Hermanowski

Abstand halten schon im Eingangsbereich, Maske tragen, Hände desinfizieren, mit dem frisch desinfizierten Kugelschreiber in die Teilnehmerliste eintragen und zum Platz geleitet werden: So sah die Vorbereitung zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Gesangvereins Pro Musica am vergangenen Freitagabend aus, die aufgrund des großen Platz- und Abstandsbedarfs im großen Saal im Bürgerhaus abgehalten wurde.

Rund 40 Mitglieder des Vereins waren gekommen, um den Rechenschaftsbericht der Vereinsvorsitzenden Maria Albert-Damaschke zu hören und einen neuen Vorstand zu wählen. So voll mit Terminen wie das Jahr 2019 mit den drei großen Konzerten der Friedensmesse von Karl Jenkins, dem Musical „Götterolympiade“ und den zahlreichen Auftritten der Frauenchöre Dreiklang und Liedschatten auch gewesen war, so wenig gab es aus diesem Jahr in Sachen Auftritte zu berichten.

Die Vereinsvorsitzende dankte den drei Chorleitern, die schon kurz nach dem Lockdown durch Online-Proben den Kontakt mit den Chören und den Sängern untereinander aufrechterhielten und auch unter erschwerten Umständen zum Singen animierten. „Wir haben Glück mit unseren Chorleitern, dass sie so viel mit uns unternommen haben“, betonte Maria Albert-Damaschke. Sogar drei, aus den Einzelaufnahmen der Sänger zusammengebaute Video- und Tonaufnahmen sind entstanden und auf der Homepage des Vereins unter www.pro-musica-schwalbach.de zu sehen.

Auch Chorleiter Tobias Prautsch lud die Musica Kids und Teens zum Online-Singen ein und freute sich, wie schnell sich die jüngsten Sänger des Vereins an die neue Situation gewöhnten. Gemeinsam mit den Frauen von Dreiklang studierten die Kids und Teens ein Geburtstaglied anlässlich der 50-Jahr-Feier der Stadt Schwalbach ein. „Das Video dazu wird bald fertig sein“, versprach der Chorleiter.

Etwas melancholisch betrachtet Chorleiter Holger Pusinelli jeden Morgen Bilder der Jenkins-Auftritte aus dem vergangenen Jahr, die als Geschenk in einem Kalender an der Wand an seinem Arbeitsplatz in der Musikschule hängen. „Die Online-Proben waren sehr wichtig, um in Kontakt zu bleiben. Wir haben nicht nur gesungen, sondern uns auch über die besondere Situation ausgetauscht. Es war eine sehr intensive Zeit“, berichtete Holger Pusinelli, der hofft, dass die abgesagten Konzerte im nächsten Jahr nachgeholt werden können.

Online geprobt hat auch das Frauenensemble Liedschatten mit Chorleiterin Hanna Serr, die mit den Sängerinnen das selbst komponierte Lied „Liedschatten singt weiter“ einstudiert und aufgenommen hat.

Der Bericht von Kassenwart Stephan Szabo bescheinigte dem Verein eine gute Finanzlage. Sogar einige Überschüsse konnten im vergangenen Jahr aus den Einnahmen von Altstadtfest, Weihnachtsmarkt und den Eintrittsgeldern der Konzerte eingefahren werden, die für nötige Anschaffungen eingesetzt werden können.

Keine Neuerungen gab es bei den Vorstandswahlen. Maria Albert-Damaschke wird dem Verein zwei weitere Jahre vorsitzen, kündigte aber bereits an, den Posten dann zur Verfügung zu stellen, um sich mehr ihren Enkeln widmen zu können. Zweite Vorsitzende bleibt Anja Sckuhr. Den Posten des Kassenwarts behält Stephan Szabo, Schriftführerin ist weiterhin Martina Hatzfeld mit Barbara Krahn als Stellvertreterin.

Seit August proben die Chöre von Pro Musica Schwalbach jetzt im Freien auf dem Grillplatz am Sportplatz und in der Kleingartenanlage Grumbach. „Es war schön, wieder gemeinsam zu singen, auch wenn wir große Abstände halten mussten“, so die einhellige Meinung aller Sänger. Allerdings wurde es jetzt Ende September schon früh dunkel und auch empfindlich kalt.

„Proben im Freien ist im Winter keine Lösung“, erklärte die Vereinsvorsitzende. Der Verein sucht daher dringend größere Räume, die ausreichend Platz für die Proben drinnen bieten. „Wir würden unsere Chöre auch in kleinere Gruppen aufteilen. Hauptsache, wir können weiterhin gemeinsam singen“, bittet die Vereinsführung um Hilfe. Anfragen bei der Stadtverwaltung und den Kirchengemeinden haben bisher noch keine endgültigen Lösungen ergeben. Denkbar wären vielleicht auch beheizte Parkhäuser, Werkstätten, Firmenkantinen, Hallen oder Scheunen. Angebote nimmt Maria Albert-Damaschke unter der Telefonnummer 0173/6870758 oder per E-Mail an maria.albertdamaschke@arcor.de entgegen. he

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