16. Juli 2021

Schüler der Obermayr-Schule sammeln für Kinder in Peru und Nicaragua

Kinder helfen Kindern

Zu den Stationen auf dem Schulgelände zählte auch ein Geschicklichkeitsparcours. Foto: Obermayer International School

Für Kinder in Peru und Nicaragua haben Schülerinnen und Schüler der Schwalbacher Obermayr-Schule gesammelt.

Als Religionslehrerin Julia Mansmann in den sechsten Klassen Berichte von Kindern aus ärmeren Ländern vorstellte, wie sie die Corona-Zeit erleben, herrschte große Betroffenheit. Viele der Kinder aus der „Dritten Welt“ haben schon ohne Corona nur wenige Chancen auf gute Bildung haben, jetzt aber konnten sie zum Teil seit einem Jahr keine Schule besuchen und mussten stattdessen Geld verdienen oder betteln, um zum Familienunterhalt beizutragen. Gemeinsam beschlossen die Schüler der Obermayr-Schule, aktiv zu werden und Geld zu sammeln.

Im Unterricht wurden verschiedene Hilfsprojekte vorgestellt und die Kinder wählten pro Klasse eines aus, das sie unterstützen wollen. „Ich habe mich gefreut, dass sie kleinere Hilfsorganisationen gewählt haben, deren Arbeit mit wenig Verwaltungsaufwand und großem Engagement stattfindet“, freut sich Julia Mansmann. Eine davon ist „Herzen für eine neue Welt“ aus Königstein, die ein Kinderdorf und andere Projekte gegen die Landflucht in den Hochanden von Peru unterstützt. Eine andere Organisation ist „Pan y Arte“ aus Münster, die in Nicaragua Kunst- und Kulturprojekte für arme Kinder fördert, damit diese ihre ganz persönlichen Talente entdecken und dadurch mehr Selbstbewusstsein gewinnen.

Nachdem die Projekte gewählt waren, überlegten alle, wie man Geld sammeln könnte. In Absprache mit der Schulleitung durften die Kinder Anfang Juli draußen auf dem Schulgelände „Am Weißen Stein“ selbst entwickelte Spielstationen für die fünften und sechsten Klassen in den Mittagspausen anbieten.

Wegen der Corona-Maßnahmen klassenweise getrennt, wurd dann gegen eine Spende von 50 Cent oder einem Euro unter anderem Dosenwerfen, 11-Meter-Schießen, Kegeln, eine Fühlkiste, ein Quiz und vieles mehr angeboten.  Trotz des durchwachsenen Wetters herrschte jeden Tag während der Mittagspausen ein buntes, fröhliches Treiben an den Ständen und die Schülerinnen der 6a und 6c sammelten insgesamt 360 Euro ein.

„Das hat richtig viel Spaß gemacht – es war toll, sich selbst so etwas auszudenken und für andere Kinder etwas zu tun, denen es so viel schlechter geht als uns“ freuten sich eine Schülerin. Julia Mansmann war Stolz auf die Kinder: „Ich bin wirklich begeistert, wie gut die Kinder ihre Spielstationen ganz selbständig vorbereitet und durchgeführt haben. Sie waren wirklich mit dem Herzen dabei.“ Im kommenden Jahr soll die Aktion wiederholt werden. red

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