30. September 2021

Nach Ende der Corona-Impfzentren erfolgen Impfungen vor allem durch Haus- und Fachärzte

Weiterhin verlässliche Impfangebote

Nach Schließung des Impfzentrums in der bisherigen Form werden Corona-Impfungen im Main-Taunus-Kreis in erster Linie über die Haus-, Fach- und Betriebsärzte laufen.

Wie Landrat Michael Cyriax und Kreisbeigeordnete Madlen Overdick nach Gesprächen mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) mitteilen, wird es zwar im Impfzentrum noch bereits geplante Zweitimpfungen geben; für diese Impfungen aber könnten sich die Bürger auch an niedergelassene Ärzte wenden. Zudem solle es noch mobile Termine in den Kommunen und bei besonderen Zielgruppen wie in Flüchtlingsunterkünften geben.
„Auch über die Schließung der Impfzentren hinaus haben die Bürger ein verlässliches Impfangebot“, fasst Michael Cyriax zusammen. Wer im Impfzentrum einen zweiten Termin habe, könne ihn im Oktober auch dort wahrnehmen. Ab November aber falle diese Möglichkeit weg. Die Erst- und Zweitimpfung werde grundsätzlich über die Haus-, Fach- und Betriebsärzte laufen. Allerdings werde es auch weiterhin mobile Impfteams geben.
Er und Madlen Overdick danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Impfzentrums für ihren bisherigen Einsatz und den niedergelassenen Ärzten für ihre Zusammenarbeit. Nach den Worten der Gesundheitsdezernentin nimmt der Kreis auch über das Ende der Impfzentren „seine Aufgaben als öffentlicher Gesundheitsdienst wahr“. Die Pandemie habe gezeigt, wie wichtig das sei.
„Die Menschen sind in Bezug auf die Impfungen bei den Haus- und Fachärztinnen und -ärzten in den besten Händen. Durch die nun erfolgte Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) haben die Kolleginnen und Kollegen nun auch die medizinische Empfehlung, die sie dringend brauchen“, sagt Armin Beck, Hausarzt aus Hofheim, Vorsitzender des hessischen Hausärzteverbandes und stellvertretender Vorsitzender der Vertreterversammlung der KVH. Die Stiko hatte in den vergangenen Tagen Empfehlungen zu COVID-Impfungen aktualisiert.
Wie der Landrat und die Gesundheitsdezernentin klarstellen, sind nach den Vorgaben des Landes Hessen für Impfungen aber zunächst die Haus-, Fach- und Betriebsärzte zuständig, nachdem die Impfzentren zum 30. September in der bisherigen Form geschlossen werden. Das Impfzentrum des Main-Taunus-Kreises werde nur für die dort bereits anberaumtem Zweitimpftermine ab dem 4. Oktober öffnen. Auch bereits festgelegte Zweitimpfungstermine an Schulen würden stattfinden.
Mobile Termine sollen grundsätzlich durch niedergelassene Ärzte sichergestellt werden. In Fällen, in denen das nicht möglich ist, springen der öffentliche Gesundheitsdienst oder von ihm beauftragte Drittanbieter ein. Einzelheiten dazu sollen noch festgelegt werden. red

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