23. Oktober 2014

Ausstellung zur französischen Revolution zeigt allerhand Exponate

Kein Krieg ohne Suppenwürze

Auch eine Guillotine schmückt die Ausstellung „Kein Krieg ohne Suppenwürze!“, die derzeit im Bürgerhaus zu sehen ist. Foto: Kulturkreis

Die Französische Revolution hielt 1792 auch in Schwalbach Einzug und dauerte 23 Jahre an. Anlässlich dessen wurde am Dienstag eine Ausstellung, bei der allerhand Exponate, darunter auch eine Guillotine, gezeigt werden eröffnet. Diese ist noch bis 14. November im Bürgerhaus zu besichtigen.

Um 19 Uhr trat Anke Kracke, Geschäftsführerin des Kulturkreises, vor das Rednerpult und hieß die Gäste zur Ausstellung „Kein Krieg ohne Suppenwürze!“ herzlich willkommen. Die Ausstellung wurde vom Kulturkreis, dem Verein Heimat und Geschichte sowie dem Verschönerungsverein und dem Arbeitskreis Städtepartnerschaft Schwalbach-Avrillé organisiert. Der Titel der Veranstaltung geht auf die damals übliche Patrone für die Vorderladegewehre zurück: Wenn Salz und Pfeffer fehlten, würzte der Soldat seine Suppe auch mit Schwarzpulver.

Anschließend waren alle Augen auf Dr. Dr. Mark Scheibe, Verwalter der „Historischen Kommission für die Rheinlande 1789 – 1815“ und Kurator der Ausstellung, gerichtet. Bei seiner Einführung verriet der Jurist und Historiker unter anderem, dass „die Französische Revolution im Rhein-Main-Gebiet im Oktober 1792 ihren Anfang nahm, mit dem Rückzug des Kurmainzer Militärs aus Mainz kurz vor der Übergabe der Stadt an den französischen General Custine.

Schließlich seien die französischen Truppen auch in Schwalbach eingezogen. Darüber hinaus erwähnte Scheibe, dass die französische Kultur hierzulande auch heute noch in den verschiedensten Bereichen fest verankert ist: „Die Uniformen, die man bei der Rheinischen Fastnacht trägt, sind den französischen zur Zeit der Revolution nachempfunden.“

Nach dieser spannenden Rede schlenderten die Besucher durch das Foyer des Bürgerhauses, wo es über 200 Original-Ausstellungsstücke, wie etwa Kanonen- und Musketenkugeln, abgelaufene Holzschuhe, Brustpanzer und sogar eine vier Meter hohe Guillotine aus dem Jahr 1796, zu bestaunen gab. Selbstverständlich durften auch Bilder, wie der Brand von Mainz nicht fehlen. Der preußische König ließ 1793 die Stadt beschießen, um die französischen Besatzer zur Aufgabe zu zwingen.

Ein weiterer „optischer“ Höhepunkt waren Matthias Kroneisen von der „Gesellschaft für hessische Militär- und Zivilgeschichte“ sowie Sascha Braun von der „Trading Post East Maine“, die, verkleidet als Infanteristen des Großherzogtums Hessen-Darmstadt, den Besuchern Rede und Antwort zur Französischen Revolution in Hessen standen.

Noch bis 14. November ist die Ausstellung zu sehen. Öffnungszeiten sind mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr. In den Kalenderwochen 45 und 46 sind auch Schüler der Klassen zwei bis vier herzlich willkommen. Neben den Exponaten warten auf die Kinder unterhaltsame, zur Epoche passende Märchen und Lieder, die von dem Geschichten- und Märchenerzähler Rudi Gerharz vorgetragen werden. Weitere Information gibt es bei Peter Elzenheimer vom Verschönerungsverein unter der Telefonnummer 8 21 21. red

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