23. Dezember 2014

Wolfgang Bernhard feiert am 22. Dezember seinen 80. Geburtstag

Ein Wirt aus altem Schroht und Korn

Ein Leben für den Fußball und die Gastronomie: Tausendsassa Wolfgang Bernhard wird 80 Jahre alt. Foto: Lorenz
Ein Leben für den Fußball und die Gastronomie: Tausendsassa Wolfgang Bernhard wird 80 Jahre alt. Foto: Lorenz

Mit Achtzig steht der Gastwirt Wolfgang Bernhard noch mittendrin im Geschehen. Mit seiner tatkräftigen Frau Edeltraud betreibt er seit zehn Jahren mit Erfolg die Gaststätte im Historischen Rathaus in Schwalbach. Beiden wird das Gütesiegel „Wirtsleute aus Leidenschaft“ verliehen!

Das haben die Wirtsleute persönlich in vielfacher Weise unter Beweis gestellt. Sie sind aus der Gastronomie im Main-Taunus-Kreis seit mehr als 50 Jahren nicht mehr wegzudenken. Überall haben sie bleibende Spuren hinterlassen. Ihr Auftakt war 1963 in der „Quellenstube“ in Bad Soden. Der „Stadtkrug“ in Hattersheim“, das Restaurant „Lebrecht“ in Bad Soden sowie „König Artus“ in Sulzbach waren die weiteren gastronomischen Stationen. In Schwalbach übernahm das Wirts-Ehepaar 1986 die historische Gaststätte „Zum Schwanen“ für die Dauer von sechs Jahren. Fünf Jahre währte dann der berufliche Aufenthalt von beiden im US-Bundesstaat Georgia, ehe sie wieder an die alte Wirkungsstätte im Vordertaunus zurückkehrten. Dort hatte die Gästeschar Wolfgang und Edeltraud Bernhard nicht vergessen. Im Dezember 2004, kurz vor seinem siebzigsten Geburtstag, übernahm Wolfgang Bernhard mit seiner Frau die Gaststätte im Historischen Rathaus, ohne Zweifel, die „gute Stube“ in Schwalbach. Jetzt, zum zehnjährigen Jubiläum des Gaststättenbetriebes, feiert Wolfgang Bernhard am 22. Dezember seinen 80. Geburtstag. Er ist nach eigenem Bekunden, noch nicht bereit, sein gastronomisches Engagement an der Seite seiner jüngeren Frau aufzugeben.

Wolfgang Bernhard ist ein waschechter Frankfurter. Als Kind musste er mitansehen, wie seine Stadt in Schutt und Asche fiel. Die Stunde „Null“ vor siebzig Jahren war aber auch für den jungen Frankfurter der Einstieg in ein bewegtes Leben. „Fußball ist mein Leben“, so meinte der junge Mann aus Frankfurt-Griesheim sein Leben zu gestalten. Jüngst in dem Jahr als Eintracht Frankfurt den Titel des deutschen Fußballmeisters holte, erwarb hatte der 17-fache Hessen-Auswahlspieler von der Spvgg. 02 Griesheim 1959 an der Sporthochschule Köln die A-Lizenz des DFB. Die Trainerlegenden Helmut Schön und Udo Lattek waren seine Lehrmeister. Beim SV Großkarben trat Wolfgang Bernhard seine erste Trainerstelle an – und führte den Fußballklub gleich dreimal hintereinander zur Meisterschaft. Verschiedene Vereine aus dem Rhein-Main-Gebiet waren dann für den Fußballtrainer die weiteren Stationen, darunter der FC Königstein, SV 09 Hofheim, Viktoria Mühlheim, SV Mainz-Weisenau, SV Hattersheim und die SG Alemannia Nied. Viele Kontakte bahnten sich damals an, die bis heute unvergessen blieben. Zugleich begann der unermüdliche Mann mit dem Aufbau seiner Karriere als Gastronom.

Aber auch sein beruflicher Abstecher in die Vereinigten Staaten bringt viele Erinnerungen. Mit seiner Frau führte Wolfgang Bernhard in Athens, nahe Atlanta im US-Staat Georgia, das deutsche Spezialitäten-Restaurant „Edelweiß“. Zwei Dutzend gastronomische Mitarbeiter gingen ihnen dort zur Hand. „Wir haben das Königs Pilsner als deutsches Bier nach Georgia gebracht“, sagte der Geburtstagsjubilar und erzählt: „Während der Olympiade 1996 in Atlanta, bewirteten wir in unserem Haus die deutschen Ruderer, voran die Gold- und Silbermedaillengewinner im Doppel-Vierer und Achter. Meine Frau Edeltraud und ich standen damals im Zenit unseres Lebens. Wir arbeiteten sehr viel. Unser gemeinsames US-Abenteuer endete aber alsbald, zurück blieben starke Erinnerungen. Jetzt im fortschreitenden Alter reicht uns der kleine familiäre Betrieb im „Historischen Rathaus“. „Wir beide sind ein deutsches Wirtsehepaar von altem Schrot und Korn. Das wissen unsere Gäste immer zu schätzen“, sagt Wolfgang Bernhard und verweist auf seinen Ehrentag am 22. Dezember: „Mit unseren Freunden und Weggefährten will ich meinen Achtzigsten in beschwingter Atmosphäre im ´Historischen Rathaus´ feiern“. pelo

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