14. Juli 2015

Katholische Gemeinde möchte ihren Kindergarten neu bauen lassen

„Ein Neubau wäre das Beste“

Zur Begrüßung sangen die Kita-Kinder ein Lied für Bürgermeisterin Christiane Augsburger (rechts). Foto: privat

Auch die katholische Gemeinde möchte nun, dass die Stadt Schwalbach auf ihrem Gelände in der Friedrich-Ebert-Straße eine neue Kindertagesstätte baut. Verwaltungsrats-Vorsitzender Bernd Böhmer hatte dazu Bürgermeisterin Christiane Augsburger (SPD) in die Einrichtung eingeladen.

Freundliche Gruppenräume, ein schöner Spielplatz im Außenbereich – so präsentierte sich die Kita St. Pankratius als Christiane Ausburger zusammen mit der Sozialamtsleiterin Brigitte Wegner die Einrichtung am vergangenen Donnerstag besuchte.
Eingeladen hatte sie Bernd Böhmer, der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Katholischen Gemeinde Schwalbach. Er lobte „die gut funktionierende Tagesstätte mit 66 Kindern und einer äußerst aktiven Elternschaft“. Gleichwohl äußerste er mit Blick auf die Zukunft einige Sorgen: „Nach 58 Jahren ist das Haus in die Jahre gekommen und einfach zu beengt für die wachsende Nachfrage.“
Kita-Leiterin Petra Mursch führte an verschiedenen Beispielen aus, wo es klemmt: „In zwei der drei Gruppenräume können jeweils maximal 21 Kinder untergebracht werden. Das neue Kindergartenförderungsgesetz fordert eine Gruppengröße von 25 Kindern.“ Es gebe zu wenig Platz fürs Umziehen, zur Ablage von Schuhen oder Kleidung. Die Kinder müssten zum Teil in den Gruppenräumen essen. Auch reichten die fünf Toiletten kaum aus.
Bauliche Mängel kommen hinzu, wie Bernd Böhmer erläuterte: „Das Flachdach führt zu Kältebrücken und entspricht nicht mehr den heutigen Energiespar-Anforderungen.“ Das Haus sei mehrfach saniert worden, aber allmählich zeichne sich ab: „Ein Neubau ist langfristig die beste Lösung.“ Ein guter Architekt könne aus dem vorhandenen Platz deutlich mehr herausholen und die Kindertagesstätte für die Zukunft rüsten.
Christiane Augsburger und Brigitte Wegner zeigten Verständnis für die Nöte und weiterführenden Überlegungen. Finanziell gefordert für einen Neubau wären die Stadt und das Bistum gemeinsam. Stadt und Kirchengemeinde wollen nun das Neubauprojekt in ihren jeweiligen Gremien anstoßen. red

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