25. August 2015

Der Schwalbacher Gerhard Kratz organisierte spontan einen Kochkurs für Flüchtlinge

„So etwas habe ich noch nie erlebt“

Gemeinsam mit Flüchtlingen aus sechs Nationen kochte der Schwalbacher Gerhard Kratz (rechts) in der Schwimmbad-Küche. Foto: Beil

Eine besondere Aktion mit den Flüchtlingen aus dem Zeltlager auf dem Schwimmbadparkplatz hat der Schwalbacher Gerhard Kratz gestartet. Er lud die Asylbewerber am vergangenen Freitag zu einer Kochparty in die Küche des Lagers ein.

Seit die Flüchtlinge in Schwalbach angekommen sind, engagiert sich der ehemalige Unternehmensberater fast täglich für die Menschen in den Zelten. Er besucht sie regelmäßig und versucht, möglichst praktische Hilfe zu leisten. Bei seinen Besuchen im Zeltlager fiel ihm auf, dass sich die Asylbewerber merkwürdig ernähren. „Ich sah, dass die Flüchtlinge zu den unterschiedlichsten Zeiten immer Reis mit Ketchup oder Nudeln mit Ketchup aßen“, berichtet Gerhard Kratz. Mit einem kleinen Kochkurs wollte er ihnen zeigen, wie man die verschiedenen europäischen Salat- und Gemüsesorten zubereitet und wie man sich mit hiesigen Lebensmitteln gesund und vitaminreich ernährt.
So lud Gerhard Kratz am vergangenen Freitag die Flüchtlinge in die Küche des Schwimmbads ein und kochte mit ihnen, wobei aus allen vertretenen Nationen mindestens ein „Hilfs-Koch“ dabei sein sollte. Die Asylbewerber nahmen das Angebot gerne an Gerhard Kratz kaufte die Zutaten ein, wobei er im REWE-Markt sogar einen Teil des Einkaufs geschenkt bekam.
Zum ersten Mal in ihrem Leben schälten dann einige der Flüchtlinge Kartoffeln oder schnitten einen Salat. „Alle waren so eifrig und voller Stolz bei der Sache“, berichtet Gerhard Kratz.
Als das leckere Essen – Hähnchenschenkel mit Gemüse und Salat – fertig war, erlebte Gerhard Kratz etwas Ungewöhnliches: Immer wieder kamen andere Flüchtlinge herein und sofort teilten alle am Tisch das Essen mit den Neuankömmlingen, so dass alle etwas zu essen hatten. „So etwas habe ich vorher noch nie erlebt“, sagt Gerhard Kratz. MS

Ein Gedanke zu „„So etwas habe ich noch nie erlebt“

  1. 15 Gegen Abend kamen die Jünger zu ihm und sagten: »Wir sind hier an einem einsamen Ort, und es ist schon spät. Schick die Leute fort, dann können sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen.« 16 Jesus erwiderte: »Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt doch ihr ihnen zu essen!« – 17 »Wir haben hier aber nur fünf Brote und zwei Fische«, entgegneten sie. 18 »Bringt sie mir her!«, sagte Jesus. 19 Nachdem er angeordnet hatte, die Leute sollten sich im Gras lagern, nahm er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte Gott dafür. Dann brach er die Brote in Stücke und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Menge. 20 Und alle aßen und wurden satt. Am Schluss sammelte man auf, was übrig geblieben war – zwölf Körbe[a] voll. 21 Etwa fünftausend Männer hatten an der Mahlzeit teilgenommen, Frauen und Kinder nicht mitgerechnet.

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