27. August 2015

Zeitzeugin Lilo Günzler berichtet von ihrer Kindheit

Schlimme Erinnerungen

Die Zeitzeugin Lilo Günzler sprach kurz vor Ende des Schuljahres vor den vier neunten Klassen der Friedrich-Ebert-Schule.

Bürgermeisterin Christiane Augsburger hieß die Frankfurterin, die im Januar 2014 schon einmal in Schwalbach zu Gast war. Die 1933 geborene Frankfurterin, die als Tochter einer jüdischen Mutter in Frankfurt aufgewachsen ist, schilderte den Jugendlichen ihre Kindheitserlebnisse. Mit großer Offenheit gewährte sie Einblick in ihre Kindheitsgeschichte und ließ damit das Leben der Menschen während des dritten Reiches in Frankfurt erfahrbar werden. Dabei waren es nicht nur die bedrückenden Passagen, wie die Bombennächte 1944 oder die Deportation der Mutter und des älteren Bruders, die die Zuhörenden ergriffen. Gerade auch die kleinen, schönen Erlebnisse eines Kindes, wie die spontane Hilfsbereitschaft verschiedener Nachbarn, verliehen den Erzählungen ein hohes Maß an Authentizität.
Viele der Jugendlichen ergriffen im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit und bestellten Lilo Günzlers Biografie „Endlich reden“, die die hessische Landeszentrale für politische Bildung jungen Menschen bis 27 Jahre kostenfrei zur Verfügung stellt. red

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