5. Oktober 2015

Zuschriften aus der aktuellen Ausgabe der Schwalbacher Zeitung

Leserbriefe

Zu verschiedenen Themen erreichten die Redaktion nachfolgende Leserbriefe. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Anschrift und einer Rückruftelefonnummer (beides nicht zur Veröffentlichung) an info@schwalbacher-zeitung.de.

Zum Artikel „Wohnungen fehlen“ in der Ausgabe vom 23. September:

„Für Senioren bedeutet ihr Heim Heimat“

Den Vorschlag wegen des Mangels an Sozialwohnungen ältere, alleinstehende Bürger aus ihren „viel zu großen Mehrzimmer-Wohnungen zu locken“, um ihnen im Gegenzug kleine, feine Senioren-Appartements anzubieten, halte ich für eine sehr schlechte Idee. Wer sich mit dem Gedanken trägt, ältere Mitbürger aus ihren Wohnungen zu drängen, ist nicht human gegen die Menschen eingestellt, die den größten Teil ihres Lebens in dieser Wohnung verbracht haben, für die ihr Heim „Heimat“ bedeutet. Auch finanziell haben sie oft viel in diese Wohnung investiert, um es gemütlich und schön zu haben.
Richtig ist, dass große Wohnungen verhältnismäßig viel zu teuer für Einzelpersonen sind, besonders für Frauen, die mit einer sehr kleinen eigenen und einer sehr gekürzten Rente ihres verstorbenen Mannes allein für die Lebenshaltungskosten aufkommen müssen, wobei natürlich die stetig steigenden Mieten ein besonderes Problem darstellen. Hier hat die Politik, die zumeist im Sinne einer gewinnbringenden Gesellschaft reagiert und entscheidet, die Belange einer benachteiligten Bevölkerungsgruppe, die am Rande von Altersarmut steht, sträflich vernachlässigt durch die Kürzung des sozialen Wohnungsbaus, der Privatisierung von Wohnungen.
Es läuft etwas falsch, wenn eine Frau, die Kinder großgezogen hat und deshalb nicht voll arbeiten gehen konnte, im Alter aus finanziellen Gründen nicht mehr in der Wohnung bleiben kann, in welcher sie den größten Teil des Lebens zugebracht hat und in eine kleinere Wohnung ziehen soll. Es wäre nicht menschlich und human gegen Mütter, deren Kinder als Erwachsene im Erwerbsleben stehen, hohe Steuern zahlen, um die Lasten mitzutragen, die ein Staat zu tragen hat. Sollen die Versäumnisse der Regierung, betreffend des sozialen Wohnungsbaus auf dem Rücken der alten Mitbürger, die keine Lobby haben, ausgebügelt werden?
Die Idee der FDP, eine Seniorenwohnanlage zu bauen, ist nicht gut, weil sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein wäre. Das große Problem der Wohnungsnot in unserem Land – besonders im Umland Frankfurts – in das voraussichtlich in jedem Jahr Millionen von Flüchtlingen strömen, wird dadurch nicht gelöst.

Edeltraud Bernhardt, Schwalbach

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Zum Artikel „Neuwahlen im November“ in der Ausgabe vom 30. September:

„Qualität statt Quantität“

Seit 22 Jahren bin ich Mitglied im Ausländerbeirat. Noch nie habe ich so viele formale Fehler im Ausländerbeirat erlebt, wie in den letzten fünf Jahren, welche die Zusammenarbeit schwer machten. Wir sind kein Verein, sondern ein politisches Gremium, verankert in der hessischen Gemeindeordnung. Wir sollen die Kommune beraten, aber es wurden keine Anträge der Parteien behandelt, wie in anderen Kommunen.
Der Vorschlag ans Parlament, die städtischen Feste nach dem Ramadan zu terminieren, war eine kaum zu glaubende Provokation. Die Bearbeitung aller dieser Fehler hat goldene Zeit gekostet, die ich dringend brauche, um Migranten (junge und alte) in sehr schwierigen Situationen zu helfen.
Bei der Aufstellung der Kandidatenlisten bei der letzten Wahl waren meines Erachtens Personen dabei, die für den Ausländerbeirat nicht geeignet waren. Man muss sich auf Qualität, nicht auf Quantität konzentrieren. Viele Kandidaten führen möglicherweise zu einer höheren Wahlbeteiligung, aber nicht unbedingt zu einem besseren Ausländerbeirat. Der Sinn der Sache ist es nicht, dass Deutsche, die politisch gebunden sind, die Arbeit des Ausländerbeirats bestimmen. Im Limes sind die Migrantenkinder in der Überzahl und brauchen unbedingt intensive Deutschförderung, spätestens mit drei Jahren. Experten haben Kinder getestet und fanden, dass sie in der achten Klasse im Deutschen nur das Grammatikniveau von der vierten Klasse haben. Dieser Ausländerbeirat hat nichts dagegen getan. Wir schaffen neue Kandidaten für den unteren Marktplatz.

Alida Dethmers, Schwalbach

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Ein Gedanke zu „Leserbriefe

  1. Dank an die Stadtgärtner
    Ein großes Lob und ein ganz besonderer Dank an die städtischen Gärtner für die wundervollen Tulpenbeete.
    Anne Kramer

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