7. April 2016

Gitarrenklänge zum kurdischen Neujahrsfest Newroz

Kurden feiern

Die Gäste des Newrozfestes tanzten zur Gitarrenmusik von Bilal Akdeniz vor dem Atrium. Foto: privat

Das kurdische Neujahrsfest Newroz, das am 21. März gefeiert wird, ist aus dem Widerstandsgeist des kurdischen Volkes entstanden und symbolisiert diesen bis heute. Auch in Schwalbach fand an diesem Tag vor dem Atrium bei Einbruch der Dämmerung ein fröhliches Fest statt, bei dem Frauen und Männer verschiedener Nationen um ein Feuer tanzten.
Das Neujahrsfest Newroz erlangte als Fest der Wiedergeburt zuerst bei den Kurden Bedeutung und wurde später auch von anderen iranischen Völkern übernommen. Kurden, Afghanen, Perser, Belutschen und Tatschiken feiern heute dieses Fest, das sie alle um ihre eigenen nationalen Bräuche bereichert haben. Es ist das Fest, dass das Ende des Winters besiegelt und den kommende Frühling begrüßt.
Der harte kurdische Winter, der insbesondere für die in abgelegenen Bergdörfern lebenden Menschen eine schwere Zeit bedeutet, ist vorüber, die Tiere erwachen aus ihrem Winterschlaf, die Blumenwelt erblüht und die prallen Wasserfälle, Bäche und Flüsse rauschen wieder und geben damit der Landschaft Kurdistans ihr typisches Aussehen. Die Menschen fühlen sich wie neu geboren und schöpfen neue Kraft für ihr hartes Leben. Im Iran und bei den Kurden hat sich bis heute sein Charakter als Übergangsritual erhalten.
Auch Mitglieder einer Schwalbacher Flüchtlingshilfe feierten mit und tanzten gemeinsam zu den Gesangs- und Gitarrenklängen von Bilal Akdeniz. „Wenn man bedenkt, was diese Menschen auf ihrer Flucht durchgemacht haben, kann man nachvollziehen, dass dieses Fest auch in ihrer Situation Freude und Erleichterung über einen Neuanfang bedeutet“, so der Schwalbacher Gerhard Borsdorf. red

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